Gleiche Drogeriewaren kosten in Wien durchschnittlich um die Hälfte mehr als in München. Das zeigt ein AK Preismonitor bei 174 verglichenen identen Produkten im Oktober in acht Super- und Drogeriemärkten in den beiden Städten. Die AK verlangt: Die Bundeswettbewerbsbehörde muss einen möglichen auch bei Drogeriewaren prüfen.
"Bei Drogeriewaren heißt es für heimische Konsumenten tief ins Geldbörsel greifen", sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. "Der erhobene Warenkorb mit 174 identen verglichenen Drogeriewaren ist in Wiener Super- und Drogeriemärkten um 51 Prozent teurer als in München", so Zgubic. Kostet er in Wien im Schnitt 770 Euro, so sind es in München 509 Euro. Bei fast allen Produkten (98 Prozent) war Wien hochpreisiger.
Die Preise für die identen Produkte schlagen sich in Wiener Drogeriemärkten mit durchschnittlich 45 Prozent höher zu Buche als in Münchner Drogeriemärkten. Wiener Supermärkte sind um durchschnittlich 60 Prozent teurer als Münchner Supermärkte.
Die Wettbewerbsbehörden zahlreicher EU-Mitgliedsstaaten haben Absprachen in der Konsumgüterindustrie abgestraft. So gab es bei Reinigungs- und Körperpflegeprodukten Absprachen bezüglich Preiserhöhungen, Promotionen und einheitlicher Verkleinerung der Verpackungsgrößen. Die Bundeswettbewerbsbehörde muss daher auch diese Branchen untersuchen, fordert die AK.