Thomas Markle (82), der Vater von Herzogin Meghan, muss womöglich mit einer langen Haftstrafe rechnen. Sollte er wegen des Zugriffs auf kinderpornografisches Material schuldig gesprochen werden, drohen ihm auf den Philippinen bis zu zwölf Jahre Gefängnis.
Nach Angaben der britischen "Daily Mail" haben die philippinischen Behörden begonnen, eine große Menge an Missbrauchsdarstellungen von Kindern auszuwerten, die Markle gehören sollen. Innenminister Jonvic Remulla rechnet damit, dass die forensische Analyse in etwa einer Woche abgeschlossen ist.
Der Minister deutete laut bunte.de unter Berufung auf die "Daily Mail" an, dass derzeit alles auf einen möglichen Sexualstraftäter "der übelsten Sorte" hinweise. Markle selbst bestreitet alle Vorwürfe.
Markle lebt derzeit in einer Reha-Einrichtung in Florida. Im Mai war er in die USA zurückgekehrt, um dort die Behandlung nach einer Beinamputation fortzusetzen. Sicher ist er dort allerdings nicht: Zwischen den USA und den Philippinen besteht ein Auslieferungsabkommen.
Kommt es zur Anklage, könnte Markle in den Inselstaat überstellt werden. Wer wegen des Zugriffs auf Missbrauchsdarstellungen von Kindern verurteilt wird, muss nach einem philippinischen Gesetz von 2022 mit zehn bis zwölf Jahren Haft rechnen.
Herzogin Meghan selbst bestätigte in einem Statement, schon früher über "verstörende Vorwürfe" gegen ihren Vater informiert worden zu sein. "Ich bin zutiefst bestürzt ... Meine Gedanken sind bei allen Kindern, denen möglicherweise Leid zugefügt wurde", schrieb sie.
Sie hoffe, man könne nun nachvollziehen, warum sie den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen habe und ihm keinen Kontakt zu ihren Kindern erlaube. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter ist seit 2018 zerrüttet.