Wien ist nach wie vor teurer als Berlin. Günstigste Lebensmittel schlagen sich hierzulande um ein Fünftel höher zu Buche als in Deutschland. Das zeigt ein aktueller AK Preismonitor vom Februar von 40 preiswertesten Lebensmitteln aus jeweils acht Supermärkten und Diskontern in Wien und Berlin.
"Der Preisaufschlag lässt sich nicht schönreden", sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. Ein Einkaufskorb mit 40 preiswertesten Lebensmitteln ist im Februar in Wien um 21 Prozent teurer als in Berlin. Kostete der Warenkorb in Wien 91,95 Euro, waren es in Berlin 75,97 Euro.
"Durch die verhängten Geldbußen des Kartellgerichts wegen Preisabsprachen, etwa im Lebensmitteleinzelhandel, bei Molkereien und Brauereiprodukten, sehen wir uns grundsätzlich in unserer Kritik bestätigt", meint Zgubic weiter.
"Nun ist die Regierung am Zug. Sie muss umsetzen, dass die gegenüber dem Handel bzw. dem Handel vorgelagerten Produzenten verhängten Geldbußen auch dem Konsumentenschutz zu Gute kommen."
Was in Wien deutlich teurer ist als in Berlin:
Produkt Wien Berlin Differenz*)
Mineralwasser (1 L) 0,18 Euro 0,13 Euro 36,0 Prozent
Kartoffeln (1 kg) 0,41 Euro 0,30 Euro 37,0 Prozent
Salatgurke (1 Stück) 0,94 Euro 0,66 Euro 42,0 Prozent
Zucker (1 kg) 0,99 Euro 0,68 Euro 47,0 Prozent
Mehl (1 kg) 0,55 Euro 0,33 Euro 66,0 Prozent
Frischmilch (1 L) 0,96 Euro 0,55 Euro 74,0 Prozent
*) gerundet
Zum AK Preismonitor: Die AK hat 40 preiswerteste Lebensmittel in jeweils acht Supermärkten und bei Diskontern Anfang Februar in Wien und Berlin erhoben, also das mit dem günstigsten Grundpreis (etwa ein Liter, ein Kilo).
Die Geschäfte in Wien: Hofer, Zielpunkt, Spar, Billa, Penny, Lidl, Merkur und Interspar.
Die Geschäfte in Berlin: Aldi, Netto, Edeka Center, Rewe, Kaiser's, Lidl, Penny und Real.
Alle Preise wurden inklusive Mehrwertsteuer erhoben (Österreich 10 bzw. 20 Prozent; Deutschland 7 bzw. 19 Prozent). Aktionen wurden berücksichtigt, nicht aber Kundenkarten- oder Mengen-Vorteilspreise.