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Mehr Alltagsradwege für das Retzer Land

Das Projekt "Mehr Alltagsradeln im Retzer Land" will die Schaffung neuer Alltagsradwege in der Klimamodellregion Retzer Land in die Wege leiten.
Irma Basagic
08.08.2023, 14:28
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PROJEKTNAME: Mehr Alltagsradeln im Retzer Land
PROJEKTTRÄGER: Klimamodellregion Retzer Land
KATEGORIE: Gemeinden/Städte
THEMENBEREICH: Mobilität
TEILNEHMERZAHL: 40
PROJEKTSTART: 2022
STATUS: ist immer noch aktiv
REGION: Retz/Niederösterreich
INSTITUTIONALISIERT ALS: Verein
WIRKUNGSFELD: Die Region
WEB: www.unser-klima.at

Darum geht es beim Projekt "Mehr Alltagsradeln im Retzer Land"

"Umsteigen, bitte" – das ist unser Ziel, wenn es um die Mobilität der Zukunft geht. Der tägliche Blick auf die Preistafeln bei den Tankstellen bestätigt, dass die Zeit billiger Treibstoffe vorbei ist.

Aber: Immerhin haben die Menschen für einen großen Teil ihrer täglichen Wege eine günstige bis kostenlose Alternative: Zu Fuß gehen und Radlfahren. Die Hälfte aller zurückgelegten Wege ist kürzer als fünf Kilometer – eine ideale Distanz für das Fahrrad. Mit E-Lastenfahrrädern können sogar schwere Einkäufe bequem transportiert werden.

Um genau diese kurzen Wege nun bequemer, sicherer und schneller mit dem Rad zurücklegen zu können, wollen die Bürgermeister der Klimamodellregion Retzer Land die Schaffung von Alltagsradwegen in die Wege leiten. Die digitale Alltagsradkarte mit Wunsch-Radwegen aus der Bevölkerung wurde als Ergebnis unseres Workshops beim Mobilitätsfest in Retz präsentiert.

In einem nächsten Schritt wird nun ein "Zielnetzplan" durch ein technisches Büro erstellt und die Umsetzung erster Routen geplant.

Plakat Best-Practice für Mobilitätsfest
Foto: zVg

Heute For Future-Award im Gespräch mit Gregor Danzinger von "Unser Klima - Retzer Land"

Was zeichnet das Projekt aus bzw. wie unterscheidet es sich von anderen?

Alle Gemeinden einer ganzen Region zu motivieren, sich dem Ausbau des Alltagsradwegenetzes anzunehmen, gelingt nicht immer. Durch die vorangehende Einbeziehung der Bevölkerung in einem "Radwegeworkshop" wurde die Legitimation dafür geschaffen.

Die "Alltagsradwege-Wunschkarte" sowie die gesamte Mobilitätsstrategie kann hier eingesehen werden:
https://www.unser-klima.at/unsere-projekte/mobilitaet/

Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, dass Ihr Projekt anderswo nachgemacht werden könnte?

Es braucht einen tatkräftigen Motivator, um die Gemeinden zu überzeugen, ein Alltagsradwegenetz auszubauen. Es muss genug Fördermittel geben, um dies dann auch umsetzen zu können.

Haben Sie sich am Beginn Ihres Projektes an einem anderen Modellprojekt orientiert?

Nein.

Ist Ihr Projekt bereits in anderen Regionen nachgemacht worden?

Nein.

Glauben Sie, dass Ihr Projekt auch anderswo durchgeführt werden könnte?

Ja, auch anderswo in Österreich.

Was sollte geschehen, damit Ihre praktische Arbeit erleichtert wird? Wer sollte aktiv werden?

Es sollte für jede Gemeinde Österreichs eine nahezu 100 % ige Förderung geben, um in den Ortsgebieten Fahrradwege von einem erfahrenen, technischen Büro planen zu lassen. Die anschließende Umsetzung der Planung muss ebenso stark gefördert sein. Eine umfangreiche und kompentente Beratung und Betreuung der Gemeinden bzw. Regionen ist wichtig, da nicht überall das entsprechende Know How vorhanden ist.