Österreich

Mehr als 1.000 Menschen demonstrierten für Josef S.

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:06

Das umstrittene Urteil gegen den deutschen NoWKR-Demonstranten Josef S. war am Samstagabend Auslöser für einen großen Protestmarsch durch die Wiener Innenstadt. Bis zu 500 Teilnehmer wurden erwartet, geworden sind es mehr als 1.000 Demonstranten, die ohne Zwischenfälle vom Graben bis zum Burgtheater marschierten.

war am Samstagabend Auslöser für einen großen Protestmarsch durch die Wiener Innenstadt. Bis zu 500 Teilnehmer wurden erwartet, geworden sind es mehr als 1.000 Demonstranten, die ohne Zwischenfälle vom Graben bis zum Burgtheater marschierten.

Mehrere linke Vereine und Organisationen haben bereits im Vorfeld zu einer Demo "am Samstag nach dem Prozess" - also am 26. Juli - aufgerufen, falls Josef S. verurteilt werden sollte. In der Wiener Innenstadt, wo es nach dem Ende des Protestmarsches im Jänner zu den Ausschreitungen gekommen ist, trafen sich die Demonstranten bei der Pestsäule am Graben.

Doppelt so viele wie erwartet

Bis zu 500 Teilnehmer hatte die Polizei im Vorfeld erwartet. Samstagabend fanden sich aber mehr als die doppelte Anzahl in der Innenstadt ein. Die Polizei sprach von rund 1.000 Teilnehmern. Die Veranstalter sogar von 2.000 Demonstranten. Der Protestzug wandeerte von der Pestsäule über die Polizeistation Am Hof und die Hauptuni zum Burgtheater, wo Josef S. im Jänner verhaftet wurde. Endstation war der Platz hinter dem Burgtheater, wo am frühen Abend noch eine Kundgebung stattfand.

Begleitet wurden die Demonstranten von rund 100 Polizeibeamten. Zu Ausschreitungen vonseiten der Demonstranten kam es am Samstag nicht, lediglich mit Transparenten und Parolen wurde das Vorgehen von Exekutive und Justiz in dem Fall angeprangert. "Österreich, Bullenstaat, wir haben dich zum kotzen satt", war ein Slogan, mit dem die Teilnehmer ihren Unmut kundtaten. Das Ende der Demonstration war für 21.30 Uhr angekündigt.

Umstrittenes Urteil

Zu Wochenbeginn war ein Deutscher, dem vorgeworfen wird, maßgeblich bei einer Demonstration Ende Jänner teilgenommen zu haben, zu einem Jahr teilbedingter Haft verurteilt worden. Er kündigte an, in Berufung zu gehen, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Ihm wird angelastet, an zerstörerischen Aktionen in der Wiener Innenstadt beteiligt gewesen zu sein. Die Verteidiger von Josef S. haben eingelegt.

Anti-Israel-Demo am Nachmittag

Unweit des Startpunktes der Demo, nämlich am Stephansplatz, endete zuvor eine weitere Demo. im Gazastreifen zu demonstrieren. Auch eine Gegendemo fand statt. Auch hier kam es zu keinen Zwischenfällen.

Die Demo für Josef S. auf Twitter:


Los geht der Demozug!
— VSStÖ Wien (@vsstoe_wien)


Mit
— Marie Fleischhacker (@metropolegirl)


Vorsicht bei umgeworfenen Mülltonnen, nicht wieder aufstellen - it's a trap!
— Alex Kroiss (@alexkroiss)



— carla (@ponypost)



— RainbowRiot (@rainbowriot_)


Internet-Phänomene auf Demos. I like.
— Natascha St (@Rabid_Glow)


Polizeiwagensiedling Wien.
— onatcer (@onatcer)

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