Welt

Mehr als 2.000 Tote in den USA an nur einem Tag

In den USA sind innerhalb von 24 Stunden erstmals mehr als 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.
Heute Redaktion
13.09.2021, 13:58

Traurige Bilanz in den USA. An nur einem Tag gab es mehr als 2.000 Todesfälle. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete zwischen Donnerstag- und Freitagabend (Ortszeit) 2.108 Tote. Dabei handelt es sich um den höchsten Anstieg an verzeichneten Toten binnen eines Tages in einem Land seit Beginn der globalen Pandemie.

Trump: "Größte Entscheidung meines Lebens"

Zudem gibt es in den USA inzwischen mehr als eine halbe Million nachgewiesene Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Knapp 18.700 Infizierte starben demnach.

Die Krise stellt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben vor die größte Entscheidung seines Lebens. Es werde eine bedeutende Entscheidung sein, wann und wie das Land wieder zur Normalität zurückkehren könnte, machte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus deutlich.

"Das ist mit Abstand die größte Entscheidung meines Lebens", sagte Trump. Er werde sie in Abstimmung mit "den klügsten Menschen" finden. "Ich möchte geleitet werden", sagte Trump, der sich sonst gerne als Macher darstellt und nicht mit Eigenlob spart. "Ich hoffe bei Gott, dass es die richtige Entscheidung sein wird."

Trump kündigte an, voraussichtlich am Dienstag ein Expertengremium vorzustellen, das über die Öffnung des Landes beraten soll. "Ich möchte ihre Ansichten darüber, was sie denken", so der Präsident. Teil des "Rats zur Öffnung unseres Landes", wie Trump die Arbeitsgruppe nannte, seien parteiübergreifende Experten aus verschiedenen Teilen des Landes.

Trump machte erneut deutlich, dass er das Land so schnell wie möglich wieder öffnen wolle - und wies auf Gefahren des Zu-Hause-Bleibens hin: Auch das könne in der Coronavirus-Krise zum Tod führen - "vielleicht eine andere Art von Tod", warnte er.

Laut Prognose bis zu 200.000 Tote in den USA

Neue Daten von Behörden in den USA legen einem Zeitungsbericht zufolge nahe, dass die Coronavirus-Krise in dem Land im Sommer ihren Höhepunkt erreicht und bis zu 200.000 Menschen das Leben kostet.

Das sei die aktuelle Prognose des Heimatschutzministeriums und der Gesundheitsbehörden für den Fall, dass die Ausgangsbeschränkungen wie geplant nach 30 Tagen aufgehoben werden, schreibt die "New York Times".

Trump hatte dagegen kurz zuvor gesagt, die Infektionsrate nähere sich schon jetzt ihrem Höhepunkt, und es werde weniger als 100.000 Todesopfer geben. Zu dem Zeitungsbericht sagte er, die Prognosen seien ihm nicht bekannt.

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