Mehr als 90 Prozent der Klinikbetten in Russland belegt

Die Corona-Lage in Russland wird immer unübersichtlicher. Jetzt soll ein Lockdown die Situation verbessern.
Die Corona-Lage in Russland wird immer unübersichtlicher. Jetzt soll ein Lockdown die Situation verbessern.ALEXANDER NEMENOV / AFP / picturedesk.com
Die Lage in Russland spitzt sich immer weiter zu. Mehr als 90 Prozent der Spitalsbetten sind mittlerweile belegt, jetzt soll ein Lockdown helfen.

Binnen 24 Stunden wurden in Russland 36.400 Neuinfektionen registriert. Eine Situation, die immer mehr Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze bringt. Die 292.000 Klinik-Betten für Covid-Patienten sind zu 90 Prozent belegt. Jetzt soll ein Lockdown mit Ausgangsbeschränkung die rasant steigenden Corona-Zahlen eindämmen.

Corona-Rekord bringt Putin unter Zugzwang

Am Dienstag wies die offizielle Statistik einen neuen Negativrekord aus: 1.106 Menschen starben an den Folgen einer Covid-Infektion - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Um die Ausbreitung einzudämmen, hat Präsident Wladimir Putin nun vom 30. Oktober bis zum 7. November eine arbeitsfreie Phase angeordnet.

Während dieses Lockdowns sollen die meisten Geschäfte ihren Betrieb einstellen, auch Kindergärten, Schulen, Fitnessstudios und Unterhaltungseinrichtungen werden geschlossen. Restaurants und Cafés dürfen nur noch Take-Away- oder Lieferservice anbieten. Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und für die Infrastruktur wichtige Unternehmen können hingegen geöffnet bleiben.

Die lokalen Behörden wurden angewiesen, ungeimpfte Einwohner über 60 Jahre aufzufordern, ihr Haus nicht zu verlassen. Auch die bisher nur locker eingehaltene Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und in geschlossenen Räumen wird nun schärfer kontrolliert.

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