Mehr als 90 Tote bei Protesten im Irak

Seit Tagen gibt es im Irak gewaltsame Proteste gegen die Regierung. Mittlerweile sind über 90 Personen ums Leben gekommen.

Mindestens 93 Menschen sind bei den Protesten gestorben, teilte die staatliche Menschenrechtskommission in Bagdad am Samstag mit. Fast 4000 Personen wurden verletzt. Bei der überwiegenden Zahl der Opfer handle es sich um Demonstranten. Auch Dutzende Gebäude wurden beschädigt.

Der Grund für die Proteste sind Korruption und Misswirtschaft. Vor vier Tagen eskalierte in der Hauptstadt sowie in mehreren anderen Provinzen vor allem im Süden des Landes die Situation. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Schüssen gegen die Demonstranten vor. Am Samstag will das Parlament eine Krisensitzung abhalten.

Die Demonstranten sind deshalb so wütend, weil die Regierung seit Jahren Reformen und einen verstärkten Kampf gegen die Korruption verspricht, doch die Lage hat sich kaum verbessert.

Der Druck auf die Regierung wächst. UN-Generalsekretär António Guterres rief die Regierung und die Demonstranten zu einem Dialog auf. Alle Beteiligten müssten "äußerste Zurückhaltung" zeigen, erklärte er in New York.

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