Mehr Brösel: Showdown in Wiener Schnitzel-Streit

Der Streit um die Marke "Land(t)mann" wird jetzt siedend heiß: Am Donnerstag kämpfen Cafétier Berndt Querfeld und ein Schnellimbiss am Handelsgericht um den prestigeträchtigen Namen.
Der Streit um die Marke "Land(t)mann" wird jetzt siedend heiß: Am Donnerstag kämpfen Cafétier Berndt Querfeld und ein Schnellimbiss am Handelsgericht um den prestigeträchtigen Namen.

Eine Imbiss-Kette nennt sich – zwar ohne "t", wohl aber mit Kalkül – "Schnitzel Landmann". Dass sich Berndt Querfeld, Chef des Wiener Ringstraßen-Cafés, über die Kopie ärgert, berichtete "Heute" bereits im November. Übermorgen gibt’s vor dem Richter Brösel, denn Querfeld will vor dem Wiener Handelsgericht eine einstweilige Verfügung gegen Özdal Besler, Betreiber von "Schnitzel Landmann", erwirken.

Der Unternehmer soll den klingenden Namen, der ihm bessere Suchergebnisse im Internet bringen soll, nicht mehr länger verwenden dürfen. Querfelds Anwältin Sylvia Freygner kommentierte die Causa am Montag nicht: "Zu laufenden Verfahren sagen wir nichts." Besler gibt sich auf "Heute"-Anfrage kämpferisch: "Ich habe den Namen nicht gestohlen und vertraue der Justiz völlig. Mein Geschäft heißt seit elf Jahren gleich. Jetzt, wo wir Erfolg haben, kommt zufällig die Klage."

Etwas verärgert zeigt sich Besler, dass keine außergerichtliche Einigung zustande kam: "Ich habe Querfeld angeboten, ihm 'Schnitzel Landmann' um 300.000 Euro zu überlassen. Er hat leider abgelehnt. Dann habe ich gesagt: 'Nennen Sie einen Preis für Ihre Marke.' Da wollte er fünf Millionen. Das ist zu viel." Zu viel war es jetzt auch Cafétier Querfeld. Er ließ die Konkurrenz-Seite auf seine Homepage umleiten. Spannend wird, wer am Donnerstag wen paniert.

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