Seit 1666 Tagen keine Spur von Niederösterreicherin:Ab sofort arbeiten bis zu 15 Top-Polizisten an dem Fall. Nach Leichenfund bei Ladendorf (NÖ): Noch Unklarheit über möglichen Zusammenhang mit Vermissten-Krimi
Wie sehr müssen Julia Kührers Eltern noch leiden? Auch drei Tage nach dem Fund einer Leiche im Bezirk Mistelbach (NÖ) bleibt die Identität der oder des Toten offen. Kein Ergebnis lieferte dabei ein Treffen von Fahndern des Bundeskriminalamts und niederösterreichischen Mordermittlern am Montag in Wien. Dort wurden Infos zum Fall Kührer ausgetauscht, um womöglich noch vor dem Vorliegen eines gerichtsmedizinischen Gutachtens Klarheit zu bekommen. Fix ist jedenfalls: Die Leiche könnte bereits mehrere Jahre in jenem Waldstück bei Ladendorf (NÖ) gelegen haben, wo sie vergangenen Freitag von Jägern entdeckt worden ist.
Ob Vermisstensuche oder Täterjagd: Ab sofort kann die Sonderkommission „Julia“ auf deutlich mehr Personal zurückgreifen. Waren bisher maximal vier Ermittler exklusiv mit den Erhebungen betraut, werden es künftig bis zu 15 sein. Hinzugekommen sind etwa Experten, die sich mit der Auswertung von Hunderten Hinweisen sowie der Aufbereitung der mittlerweile 130 Aussagen beschäftigen. Eines der Hauptaugenmerke
gilt hier der Aufdeckung möglicher Widersprüche.
Die Schülerin Julia Kührer verschwand am 27. Juni 2006. Seither gibt es von der Pulkauerin kein Lebenszeichen.