"Neue Ära" – Stadt Wien rüstet Krematorium auf

Die Feuerhalle von Clemens Holzmeister aus dem Jahr 1922 soll erweitert werden.
Die Feuerhalle von Clemens Holzmeister aus dem Jahr 1922 soll erweitert werden.viennaslide / picturedesk.com
Das Krematorium in Simmering wird um einen Zubau erweitert. Angehörige werden künftig bei der Einfuhr des Sarges in den Ofen dabei sein können.

Jeder dritte Verstorbene wird in Wien bereits eingeäschert, Tendenz steigend, denn Urnenbestattungen liegen nach Angaben der Stadt im Trend. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, wird nun das denkmalgeschützte Krematorium in Wien-Simmering erweitert.

Der Spatenstich für den Zubau an das historische Gebäude von Clemens Holzmeister fand am Dienstagvormittag statt. Die Bauarbeiten sollen rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen des Krematoriums Ende 2022 fertiggestellt werden.

Dadurch sollen die Kapazitäten des Krematoriums erheblich erweitert werden, wie die APA meldet. So wird neben einem neuen Ofen auch ein neuer Kühlraum installiert. Eine große Neuerung gibt es für die Angehörigen, für sie gibt es künftig einen Verabschiedungsraum für Trauerfeiern.

Und: Sie werden anders als bisher, zudem bei der Einfuhr des Sarges in den Ofen dabei sein können.

"Mit dem Spatenstich für die Erweiterung des Krematorium Wien beginnt eine neue Ära für die Feuerbestattung in Wien", wird Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) zitiert.

Markus Pinter, der Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien versichert: "Die Erweiterung des Krematoriums wird die zentrale Örtlichkeit für Feuerbestattungen in Wien enorm aufwerten sowie für die nächsten Jahrzehnte ausreichend Kapazitäten sicherstellen –  und dabei höchsten Umweltstandards entsprechen".

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