2004 wurde in der Liga beschlossen, dass maximal sechs Nicht-Österreicher im Spieltagskader einer Mannschaft stehen dürfen - dann bekommt der Klub anteilig nach Spielminuten Geld aus dem Österreicher-Topf.
Dieses Modell findet in der Bundesliga allerdings immer weniger Anklang. Mittlerweile verzichten schon Salzburg, Sturm, LASK, Klagenfurt und Lustenau auf diesen Weg. Rapid hielt sich bislang an die Beschränkung und kassierte dadurch rund eine Million Euro im Jahr.
Sportdirektor Markus Katzer sagt beim Kurier: "Aktuell sieht es also nicht so aus, dass der Erfolg und der Österreicher-Topf in seiner derzeitigen Form gut zusammenpassen. Der verfügbare Markt ist oft nicht gut genug ist, weil die allerbesten Österreicher ins Ausland gehen."
Auch wenn Rapid sich nicht mehr an den Österreicher-Topf hält, versichert Katzer: "Das heißt aber nicht, dass wir mit 15 Legionären planen. Das heißt auch nicht, dass wir unseren Weg mit dem Forcieren von Eigenbauspielern verlassen."
"Klar ist: Jeder Legionär, der kommt, muss besser als die österreichische Variante sein. Natürlich kann man mal daneben greifen. Aber wenn wir bei den Verpflichtungen nicht diesen Anspruch haben, macht das alles keinen Sinn. Wir werden für die kommende Saison erfolgsorientierte Entscheidungen treffen", erklärt der grün-weiße Sportdirektor.