1:0! Ohne Glanz fährt Rapid in der ersten Runde der Bundesliga die erwarteten drei Punkte gegen Ried ein. Die Hütteldorfer kommen dabei eine ganze Stunde lang nicht in die Gänge. Die Gäste treffen zwei Mal Aluminium, ehe "Joker" Bernhard Zimmermann sein Team erlöst, zum Matchwinner avanciert.
Trainer Ferdinand Feldhofer gibt bei "Sky" zu: "Man kann schon fast von einem etwas glücklichen Sieg sprechen, vor allem nach den ersten 60 Minuten."
Seine Erklärung für den Stolperstart? "Wir haben aber einen Pflichtsieg eingefahren und wir wissen alle wie schwierig das manchmal ist, gerade wenn man drei Tage vorher bei 33 Grad ein sehr intensives Spiel hat. Wir sind die ersten 10-15 Minuten ganz gut in das Spiel gekommen, dann haben wir es bis zum letzten Drittel gut gemacht, dort haben uns dann allerdings die Lösungen gefehlt. Die Abstände haben nicht gepasst, die Laufwege und der letzte Pass auch nicht und das ist dann mit den zwei Wechseln wirklich viel besser geworden. Ab der 60. Minute haben wir verdient gewonnen."
Die letzte halbe Stunde des Auftaktmatches gehört tatsächlich den Hausherren. Die eingewechselten Zimmermann und Nicolas Kühn bringen Schwung in die Offensive. Gemeinsam mit Star-Neuzugang Guido Burgstaller und Marco Grüll erarbeiten sich die Rapid-Angreifer plötzlich gleich mehrere hochkarätige Torchancen. Auch Burgstaller beißt sich dabei die Zähne am starken Goalie Samuel Sahin-Radlinger aus.
Dem Rückkehrer ist sein erster Liga-Treffer in seiner zweiten Rapid-Ära also noch nicht vergönnt. In der ersten Cup-Runde schlug er mit dem späten 1:0 bereits entscheidend zu. Was hat der Routinier mit Rapid vor? "Ein Titel wäre schön, aber zu sagen wir wollen Meister oder Cupsieger werden, davon sind wir weit weg so eine Wuchtel rauszuhauen."
Wie kam es zum Wechsel? "Für mich hat es mit Nürnberg und Rapid nur zwei Vereine gegeben. Ich habe zu meinem Berater gesagt, dass ich das zum Ende meiner Karriere noch einmal gerne machen würde. Das wäre ein romantischer Abschluss, weil ich doch noch ein bisschen an diese Romantik im Fußball glaube und dass es dann im Endeffekt mit Rapid geklappt hat, hat mich riesig gefreut."