Erneute Auszeichnung für Robert Menasse: Sein im Herbst 2012 erschienener Essay "Der Europäische Landbote" ist "Das Politische Buch 2013". Wie es Donnerstag, in einer Aussendung des Zsolnay-Verlags hieß, hat die Friedrich Ebert Stiftung Berlin dem Wiener Autor die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung zuerkannt.
Erneute Auszeichnung für Robert Menasse: Sein im Herbst 2012 erschienener Essay "Der Europäische Landbote" ist "Das Politische Buch 2013". Wie es Donnerstag, in einer Aussendung des Zsolnay-Verlags hieß, hat die Friedrich Ebert Stiftung Berlin dem Wiener Autor die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung zuerkannt.
Die Verleihung findet im Mai statt, ein genauer Termin wird erst bekannt gegeben. Mit der 112-seitigen Streitschrift gegen nationalen Kleingeist wollte Robert Menasse in der laufenden EU- und Euro-Krise nach eigenen Worten "einen kleinen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten". Geht es nach den Juroren, ist ihm das mehr als gelungen.
So ist die jüngste Auszeichnung nur eine weitere von vielen, die Menasse seit Erscheinen des "Europäischen Landboten" in den vergangenen fünf Monaten erhalten hat: So wurden ihm bereits der Donauland-Sachbuchpreis (10.000 Euro), der Österreichische Kunstpreis (12.000 Euro) und der Heinrich-Mann-Preis (8.000 Euro) zuerkannt.
"Überzeugendes Plädoyer für Europa"
Die Jury der Friedrich Ebert Stiftung würdigte laut Pressemitteilung Menasses "leidenschaftliches und überzeugendes Plädoyer für Europa. Menasse streitet für ein Europa, das nicht auf Wirtschafts- und Finanzfragen reduziert werden darf, für ein Europa als Idee und als Antwort auf das historisch begründete Verlangen politisch denkender Menschen nach Frieden und Freiheit". Der Preis „Das politische Buch“ wird für herausragende Neuerscheinungen, die sich in kritischer Auseinandersetzung gesellschaftspolitischer Fragestellungen annehmen, diese auf der Höhe der Zeit durchdringen und einem breiten Publikum verständlich machen, vergeben.
Zu den bisherigen Preisträgern zählen u.a. Timothy Gordon Ash, Norberto Bobbio, Hans Magnus Enzensberger, Václav Havel, Helmut Schmidt, Richard Sennett und Heinrich August Winkler. 2012 erhielt Colin Crouch den Preis.