Formel 1

Falschparker? Verstappen muss bei Siegerehrung zittern

Das Melbourne-Chaos ging in die Verlängerung! Max Verstappen siegte in Australien, musste wegen seiner Startposition weiter bangen.
Sebastian Klein
02.04.2023, 09:47
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Drei Rote Flaggen, drei Re-Starts – vielleicht auch zwei Sieger?

Red-Bull-Star Max Verstappen entschied am Sonntag den packenden und chaotischen Grand Prix von Australien vor Lewis Hamilton (Mercedes) und Fernando Alonso (Aston Martin) für sich. Mehrere Crashs und ein Re-Start zwei Runden vor dem Ende sorgten für rauchende Köpfe. Schlussendlich fuhr der WM-Leader hinter dem Safetycar als Erster über die Ziellinie.

Dann ging das Zittern von Neuem los. Mercedes habe Protest gegen Verstappen eingelegt. Der Niederländer sei beim zweiten Re-Start zu weit vorne in der Startbox gestanden. Noch während der Siegerehrung hieß es aus dem Paddock, eine Untersuchung gegen den vermeintlichen Triumphator laufe.

Update: Mercedes-Boss Toto Wolff überrascht im ServusTV-Interview rund eine halbe Stunde nach Rennende. Er sagt: "Nein, laut unserer Sicht war beim Start nichts." Auf Nachfrage, ob es also keinen Protest von Mercedes gebe, sagt der Wiener: "Nein, nein."

Alonso hatte in Dschidda bekanntlich eine Fünfsekunden-Strafe aufgebrummt bekommen, weil er seitlich versetzt in der Startbox gestanden war. Diese Strafe hätte Verstappen in Australien vom Stockerl gestoßen.

Nächste Stockerl-Farce

Brisant: Die FIA zeigte die Bilder des Re-Starts nicht. Formel-1-Fans wurde von der internationalen Regie ein Blick auf die Verstappen-Startposition lange verwehrt.

Zur Erinnerung: Im zweiten Saisonrennen hatte Alonso zunächst auf dem Podium seinen dritten Platz gefeiert, war dann wegen einer zweiten Strafe zurückgereiht und vom Stockerl gestoßen worden, um dann schlussendlich doch wieder als Dritter gewertet zu werden. Die FIA hatte eine Regel nicht klar kommuniziert und musste die zweite Bestrafung zurücknehmen.

Es war also das zweite Rennen in Folge, dessen Ausgang während der Champagner-Dusche und den Hymnen noch nicht endgültig entschieden schien.

ServusTV-Kommentator Andreas Gröbl mit der passenden Einordnung: "Man stelle sich vor, wir würden uns von einem Champions-League-Match verabschieden und sagen: 'Das Spiel ist 2:1 oder 0:1 ausgegangen, schalten Sie nächste Woche wieder ein.' Da muss sich die FIA etwas einfallen lassen."

Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen