Die ganze Welt schaute 2019 dabei zu, als Angela Merkel bei öffentlichen Auftritten plötzlich zu zittern begann. Über die Ursache wurde viel spekuliert. Nun hat die frühere Bundeskanzlerin in einem TV-Interview endlich das Geheimnis gelüftet.
In der Sendung "Bestbesetzung" von Johannes B. Kerner erklärte Merkel, dass die Zitteranfälle eine körperliche Reaktion auf Anspannung waren. "Wahrscheinlich durch den Tod meiner Mutter oder auch die Tatsache, dass ich wusste, dass ich aufhören werde, da setzt der Körper dann einfach Zeichen, und das ist ja menschlich etwas sehr, sehr Gutes", so Merkel.
Auf die Frage, ob sie sich damals zu wenig Zeit genommen habe, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten, antwortete die Altkanzlerin mit "Wahrscheinlich ja", schreibt der Spiegel. Der Körper habe ihr signalisiert: "Jetzt mach mal Stopp, und dann muss man das eben auch so machen."
Doch Merkel sprach nicht nur über Persönliches. Sie äußerte sich auch zur CDU. "Maß und Mitte" seien ihr immer wichtig gewesen, doch beides verschwinde immer mehr, so die Ex-Parteichefin. Die CDU müsse sich zwar von der AfD und den Linken abgrenzen, aber vor allem ihre eigene Identität stärken.
Zudem forderte Merkel, Brücken zu bauen: zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, zwischen Zugewanderten und jenen, die schon lange hier leben, sowie zwischen Stadt und Land. Die CDU müsse klar sagen, wofür sie stehe – nur so könne man die Menschen überzeugen.