Merkel gesteht: Österreich "war uns immer voraus"

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem Auftritt von Bundeskanzler Sebastian Kurz selbst Stellung zur Corona-Krise genommen.

Einreisende nach Deutschland sollen sich ab Freitag verpflichtend zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Ausnahmen gebe es für Berufspendler, nachweislich wichtige Geschäftstermine und Personen im Güterverkehrssektor, sagte ein Sprecher des deutschen Bundesinnenministeriums am Montag. Kurz darauf meldete sich auch Kanzlerin Merkel zu Wort.

"Österreich war uns immer einen Schritt voraus in den Dingen. Aber wir müssen unsere eigenen Zahlen voraussetzen", so Merkel zu den Corona-Maßnahmen Österreichs und der Ankündigung von Kanzler Kurz, die Corona-Maßnahmen schrittweise wieder zurückzufahren. In Deutschland denke man intensiv darüber nach, wie man die Beschränkungen – noch nicht jetzt – lockern könne.

"Brauchen mehr Europa"

Sie richtete aber auch eine Warnung in Richtung Österreich: Die Gesundheit müsse immer die erste Rolle spielen, wenn man weitere Beschränkungen zurückfahren wolle. Gleichzeitig plädierte Merkel für "mehr Europa". Man müsse gemeinsam gestärkt aus der Infektions-Krise kommen und "Deutschland wird es auf Dauer nur gut gehen, wenn es Europa gut geht".

Gelernt habe man aus der Krise unter anderem, dass sich Europa bei der Herstellung von Schutzausrüstung besser aufstellen müsse, damit vor allem medizinisches Personal damit schnellstmöglich ausgestattet werden könne. Was Merkel bereits am Freitag ankündigte: Ostern werde man heuer "anders erleben" als sonst. Gemeint war, dass Deutschland die Beschränkungen auch über Ostern nicht lockern wird.

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