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Merkel getroffen: "Asylwerber als Täter schwer zu er...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:12

Angela Merkel geht nach der Lkw-Todesfahrt auf einem Berliner Weihnachtsmarkt von einem Anschlag aus. "Wir müssen nach jetzigem Stand von einem terroristischen Anschlag ausgehen", sagte die deutsche Bundeskanzlerin am Dienstag in Berlin. Ihre Pressekonferenz war sehr kurz. Merkel wirkte tief betroffen, ihre Stimme war gedrückt. Sie versuchte den Angehörigen Trost zu spenden, bedankte sich bei den Sicherheitskräften und rief zu Besonnenheit auf.

Angela Merkel geht nach der von einem Anschlag aus. "Wir müssen nach jetzigem Stand von einem terroristischen Anschlag ausgehen", sagte die deutsche Bundeskanzlerin am Dienstag in Berlin. Ihre Pressekonferenz war sehr kurz. Merkel wirkte tief betroffen, ihre Stimme war gedrückt. Sie versuchte den Angehörigen Trost zu spenden, bedankte sich bei den Sicherheitskräften und rief zu Besonnenheit auf.

Die Kanzlerin erwähnte den Verdacht, ein nach Deutschland gekommener Flüchtling könne für den Anschlag mit insgesamt zwölf Toten und 48 Verletzten verantwortlich sein. "Ich weiß, dass es für uns alle besonders schwer zu ertragen wäre, wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat", sagte sie.

"Frei, miteinander und offen"

"Dies wäre besonders widerwärtig", fügte Merkel extra noch hinzu, auch gegenüber den tatsächlich Schutzbedürftigen. Schließlich war sie es, die 2015 bei der großen Flüchtlingswelle nach Mitteleuropa das Credo "Wir schaffen das" ausgegeben hatte. Merkel versicherte, die Tat werde aufgeklärt und die Verantwortlichen bestraft.

Merkel sagte weiter, sie sei "entsetzt, erschüttert und tieftraurig". Das ganze Land sei "in tiefer Trauer vereint" mit den Angehörigen und Freunden der Opfer. "Auch wenn es in diesen Stunden schwerfällt: Wir werden die Kraft finden für das Leben, wie wir es in Deutschland leben wollen: frei, miteinander und offen".

"Kriegszustand" auch in Deutschland

Zuvor beriet die deutsche Innenministerkonferenz in einer Videokonferenz über die Lage. Dabei ging es um zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Die Innenminister der Länder verständigten sich darauf, dass die Weihnachtsmärkte in Deutschland weiter stattfinden.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), sprach nach dem mutmaßlichen Anschlag von einem "Kriegszustand" jetzt auch in Deutschland, "obwohl das einige Leute, die immer nur das Gute sehen, nicht sehen möchten". Das sagte der Politiker im Sender SR3. Wo erforderlich, würden Polizeikräfte mit "schwerem Gerät" antreten. "Das heißt: Langwaffen, Kurzwaffen, Maschinenpistolen."

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