Merkel will CDU-Chefin und Kanzlerin bleiben

Angela Merkel im TV-Interview "Berlin direkt".
Angela Merkel im TV-Interview "Berlin direkt".Bild: Screenshot
Bundeskanzlerin Angela Merkel will die gesamte Legislaturperiode bis 2021 regieren und auch den CDU-Vorstand behalten.
Merkel war am Sonntag in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" zu Gast und erklärte im TV, dass sie bei einer Zustimmung der SPD zum ausgehandelten Koalitionsvertrag bis 2021 als Kanzlerin tätig bleiben will. Ebenso den CDU-Vorsitz wolle sie behalten. "Ich gehöre zu den Menschen, die Versprochenes einhalten", so Merkel.

Sollten die Sozialdemokraten ablehnen, könne sich die 63-Jährige auch vorstellen, bei einer möglichen Neuwahl erneut für die CDU anzutreten. Eine klare Ansage gegen kürzlich formulierte Forderungen aus den eigenen Reihen, wonach Merkel ihren Platz räumen solle. Dass nach zwölf Jahren Amtszeit eine Nachfolgedebatte geführt wird, komme für Merkel nicht überraschend.

Ohne Kompromiss keine Regierung

Außerdem gestand die Kanzlerin, dass die Christlich Demokratische Union für die GroKo "sicherlich einen Preis bezahlt" habe. So sei der Verlust des Finanzressorts an die SPD schmerzhaft, dennoch wäre ein Scheitern der Verhandlungen wegen der Ressort-Aufteilung "nicht verantwortbar" gewesen. Die Alternative wäre gewesen, keine Regierung zustande zu bringen. Nachdem die Grundzüge der Finanzpolitik im Koalitionsvertrag vereinbart sind, könne die SPD ohnehin nicht einfach machen, was sie wolle. Der Rückzug von SPD-Chef Martin Schulz ändere nichts am Ressort-Plan.

CommentCreated with Sketch.11 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Neue Gesichter für Ministerien

Merkel kündigte zudem an, die Namen der sechs CDU-Minister bis zum Parteitag am 26. Februar bekannt zu geben. "Wir machen eine Neuaufstellung insgesamt", sagte Merkel und kündigte eine Mischung aus jungen und erfahrenen Ministern an.

Das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids soll zwar erst Anfang März vorliegen, dennoch will die Kanzlerin die Ministerliste bis zum Parteitag preisgeben.



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(red)

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