Bei der Verleihung der Golden Globes, die in der Nacht auf Montag im Beverly Hilton in Los Angeles über die Bühne ging, wurde Schauspiellegende Meryl Streep mit dem Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In ihrer Dankesrede ließ Streep kein gutes Haar am zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump.
Bei der Verleihung der Golden Globes, die in der Nacht auf Montag im Beverly Hilton in Los Angeles über die Bühne ging, wurde Schauspiellegende mit dem Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In ihrer Dankesrede ließ Streep kein gutes Haar am zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump.
Mit Tränen in den Augen rekapitulierte die 67-jährige Schauspielerin ihren persönlichen Tiefpunkt des diesjährigen Präsidentschaftswahlkampfs in den Vereinigten Staaten. "Es gab dieses Jahr eine Performance, die mich umgeworfen hat", so Streep. "Sie hat seine Klauen in mein Herz geschlagen. Nicht weil sie gut war - es gibt nichts Gutes daran. Aber sie war effektiv, und sie hat ihre Aufgabe erfüllt. Sie hat ihr Zielpublikum zum Lachen gebracht und sie ihre Zähne zeigen lassen. Es war in dem Moment, in dem die Person, die sich an jenen Platz setzen wollte, dem der größte Respekt in unserem Land entgegengebracht wird, einen behinderten Reporten nachgeäfft hat - jemanden, den er an Privilegiertheit, Macht und der Fähigkeit zurückzuschlagen übertraf."
"Es hat mir das Herz gebrochen, als ich es gesehen habe, und ich kann es immer noch nicht aus meinem Kopf bekommen, weil es nicht in einem Film, sondern im wirklichen Leben passiert ist. Dieser Instinkt, zu demütigen - wenn er von jemandem bewundert wird, von jemandem in der Öffentlichkeit, jemand Mächtigem, sickert er in das Leben von uns allen. Weil das anderen Leuten in gewisser Weise die Erlaubnis gibt, genau dasselbe zu tun. Respektlosigkeit fördert Respektlosigkeit. Gewalt fördert Gewalt. Wenn die Mächtigen ihre Position nutzen, um andere fertigzumachen, verlieren wir alle."
Am Schluss appellierte Meryl Streep noch an die Presse, um Trump und seinesgleichen Einhalt zu gebieten: "Wir brauchen die Presse, um die Mächtigen in die Verantwortung zu ziehen und sie für jede Gräueltat herbei zu zitieren."
Streeps Zuhörer im Saal des Beverly Hilton zeigten sich großteils gerührt. - waren hingegen nicht sonderlich von der emotionalen Rede beeindruckt.