An seine Schulzeit denkt der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz wohl weniger gern zurück. Er blieb einmal sitzen und wechselte wegen Disziplinlosigkeit die Schule – seine Abiturnote hält er bis heute unter Verschluss.
51 Jahre nach seinem Abschluss besuchte Merz nun das Friedrich-Spee-Gymnasium in Rüthen im Sauerland. Dort erreichte er 1974 mit Ach und Krach die allgemeine Hochschulreife. Nordrhein-Westfalen war schon damals nicht für die härtesten Abi-Standards bekannt.
Wie es bei n-tv heißt, erzählte der Kanzler, er habe "echte Motivationsprobleme" und "keinen Bock" auf Schule gehabt. Sein Freundeskreis habe ihn "eher zusätzlich demotiviert".
Auch die Lehrer hätten nicht zur Motivation beigetragen: "Einer der Lehrer warf beständig mit seinem schweren Schlüsselbund durch die Klasse", so Merz über seine Grundschulzeit.
Die eigenen schlechten Erfahrungen brachten Merz 2005 nach seinem zwischenzeitigen Ausscheiden aus der Politik dazu, mit seiner Frau Charlotte eine Stiftung für Bildung und Ausbildung zu gründen. Sie hilft jungen Menschen aus sozial schwachen Familien in Schule und Ausbildung.
Lehrerinnen und Lehrer bezeichnet der Kanzler heute als "die wichtigste Berufsgruppe" des Landes. "Wir vertrauen Ihnen das Wertvollste an, was wir haben. Das sind unsere Kinder", sagte er als Vater und Großvater.