Friedrich Merz hat in einer internen Sitzung erstmals Klartext gesprochen: Das nächste deutsche Staatsoberhaupt soll eine Frau sein.
Damit würde erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine Frau in das Schloss Bellevue einziehen.
Der CDU-Kanzler kündigte an, er wolle eine Kandidatin vorschlagen, die bereits im ersten Wahlgang in der Bundesversammlung eine breite Mehrheit erreichen soll. Noch in der nächsten Woche will er seinen Vorschlag unterbreiten.
Laut "Spiegel" ist die Sitzung des CDU-Präsidiums am kommenden Montag der erste Zielpunkt im Nominierungsprozess. Merz hat bereits am vergangenen Wochenende mit wichtigen CDU-Persönlichkeiten und Ministerpräsidenten telefoniert.
Nach der CDU-Gremiensitzung sollen dann auch Gespräche mit dem Koalitionspartnerin SPD sowie mit den Grünen folgen. Das Ziel: eine überparteiliche Einigung auf eine gemeinsame Kandidatin für das höchste Staatsamt.
Zuletzt wurden mehrere Frauen als mögliche Kandidatinnen gehandelt. Die CSU unterstützt etwa die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Ebenfalls im Gespräch: Ines Claus, die Vorsitzende der CDU-Fraktion im hessischen Landtag sowie eine der stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden. Die Wahl des neuen Staatsoberhaupts soll im Januar stattfinden.