Wien

Messe Wien wird Verteilzentrum für Ukraine-Flüchtlinge

1.200 Flüchtlinge können in der Messe Wien unterkommen. Von hier aus erfolgt nun auch die Verteilung in die einzelnen Bundesländer.
Heute Redaktion
31.03.2022, 16:17

Die Flüchtlingsströme aus der Ukraine reißen nicht ab. Immer noch kommen täglich Menschen aus dem Kriegsgebiet in Wien an. Sie werden im größten Notquartier der Stadt, der Messe Wien (Leopoldstadt), registriert und erstversorgt. Für Ersteres ist auch das Innenministerium vor Ort. 1.200 Plätze stehen zur Verfügung, das Rote Kreuz kümmert sich um die Versorgung.

"Die meisten wollen weiterhin durchreisen."

Nun wird der Standort auch zum Verteilzentrum, wie eine Sprecherin des Ukraine-Krisenstabs der Stadt gegenüber "Heute" bestätigt. Für die Verteilung sei die Bundesbetreuungsagentur (BBU) zuständig. "Erste Busse in die Bundesländer sind bereits gefahren, bisher hielt sich der Andrang allerdings in Grenzen. Ein bis zwei Busse sind momentan täglich unterwegs", heißt es. Der Großteil der Ankommenden (82 Prozent) wolle weiterhin nur durchreisen. Die zusätzliche Funktion der Messe als Verteilzentrum sei also eher eine "Weichenstellung" für die Zukunft, wenn mehr Geflüchtete in Österreich bleiben werden.

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Angebote für Geflüchtete in Wien

Neben der Messe Wien bietet auch das Austria Center (Donaustadt) Ukraine-Flüchtlingen die Möglichkeit zur Registrierung. Kritik gibt es dort allerdings über lange Schlangen und stundenlange Wartezeit. Als Erstversorgungszentrum fungiert außerdem das Ankunftszentrum in der Sport & Fun Halle Leopoldstadt. Dort können sich alle Ankommenden melden, unabhängig davon, ob sie in Wien bleiben möchten oder weiterreisen. Auch Notschlafstellen werden dort vermittelt.