Bar-Chef getötet: Killer stieg in Wien aus Flieger

Tödliche Messerstiche nach Kompliment an Begleiterin. Nach Wochen auf der Flucht konnte der Verdächtige am Flughafen gestellt werden – er kam mit dem Flieger aus dem Kosovo.
Der 38-Jährige soll am 19. August gegen 4.30 Uhr im Bereich der Ottakringer Straße/Kalvarienberggasse zwei Männer niedergestochen haben, die seiner Begleiterin ein "Kompliment" gemacht hatten. Die Frau gab in der Einvernahme an, sie habe ihren Begleiter nur vom Sehen gekannt, er sei in der Nacht in einem Club auf der Ottakringer Straße schwer betrunken gewesen.

Der Beschuldigte habe sie – trotz Ablehnen der Annäherungen – auf dem Heimweg verfolgt. Der 37-jährige Barbesitzer – das Opfer – soll gesagt haben: "Wahnsinn, um die Uhrzeit noch eine so schöne Frau unterwegs". Daraufhin drehte der Begleiter der 36-jährigen Frau durch, zückte sein Messer, stach auf auf die zwei Männer ein. Die beiden Freunde – ein Serbe und ein Bosnier – brachen sofort schwer verletzt zusammen.

Barbesitzer erlag Verletzungen

Noch am Gehsteig erfolgte eine Notoperation, dann brachte sie die Rettung ins Spital. Doch der 37 Jahre alte Serbe, ein bekannter Bar-Besitzer, erlag seinen schweren Verletzungen. Das zweite Opfer, ein 28-Jähriger, wurde bei der Messerattacke ebenfalls schwer verletzt, überlebte aber.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Mutmaßlicher Täter am Flughafen gefasst

Seitdem war der mutmaßliche Täter flüchtig. Nach ihm wurde EU-weit gefahndet. Am Mittwoch, den 13. September, wurde der Mordverdächtige gegen 14.30 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat festgenommen. Der Kosovare war mit einem Flugzeug aus der kosovarischen Hauptstadt Pristina zurück nach Wien gekommen.

Durch einen Hinweis kam die Polizei auf die Spur des Verdächtigen. Der Kosovare wurde von Beamten des Landeskriminalamts Wien (Gruppe Hoffmann) mit Unterstützung von Polizisten des Stadtpolizeikommandos Schwechat festgenommen. "Er sitzt jetzt in Untersuchunghaft in der Justizanstalt Josefstadt", so Polizeisprecher Harald Sörös. (red)

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