Österreich

Messer-Mutter wird Kinds- mord-Prozess gemacht

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:18

Eine 31-jährige Frau, die im Vorjahr im Bezirk Urfahr-Umgebung ihren vierjährigen Sohn erstochen haben soll, muss sich kommenden Freitag wegen Mordes vor dem Landesgericht Linz verantworten.

Gutachter Reinhard Haller attestierte der Angeklagten zum Tatzeitpunkt eine depressive Störung und eine Persönlichkeitsstörung. Die Staatsanwaltschaft hat die Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt.

Seine Großmutter, die im selben Haus wohnte, fand den Vierjährigen leblos im Wohnzimmer, daneben lag die blutüberströmte Mutter. Das Kind verblutete nach Einstichen ins Herz und in die Lunge, davor war er von seiner Mutter noch betäubt worden.

Bei der Einvernahme zeigte sich die Frau geständig, erklärte aber gleichzeitig, dass sie sich nicht an den Hergang erinnern könne. Aus einem sichergestellten Abschiedsbrief schlossen die Ermittler, dass sich die Verdächtige auch selbst das Leben nehmen wollte. Über das Motiv hingegen herrschte Rätselraten.

Gerichtspsychiater Haller hat die Beschuldigte als "fremdgefährlich" eingestuft. Es sei zu befürchten, dass sie unter dem Einfluss ihrer geistigen oder seelischen Abartigkeit weitere Straftaten mit schweren Folgen begehe.

APA/red.

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