Messer und Schlagring – brutale Raubserie in Wien

Bewaffnet schlugen teils extrem junge Täter brutal quer durch Wien zu, raubten ihre Opfer nach Drohungen aus. Die Polizei vermeldet nun Festnahmen.

Der Wiener Polizei gelang es, am Samstag mehrere Tatverdächtige bei Raubdelikten festzunehmen. Die Taten erstreckten sich über die Wiener Bezirke Landstraße, Rudolfsheim-Fünfhaus und Währing. Beraubt wurden offenbar alle Personen, die gerade in der Nähe waren, bei den Tätern handelte es sich vor allem um sehr junge Männer, sie waren teilweise auch bewaffnet. Die Chronologie der Ereignisse:

1Wien 15., Braunhirschenpark

Beamte des Stadtpolizeikommandos Fünfhaus wurden um 15 Uhr wegen eines Straßenraubes mit Messer alarmiert. Bei der Zufahrt machte ein Zeuge auf sich aufmerksam und gab an, dass der Tatverdächtige Richtung Mariahilfer Straße gelaufen sei. In der Hollergasse gelang es den Polizisten, den Flüchtenden anzuhalten und festzunehmen.

Bei dem 51-jährigen rumänischen Staatsangehörigen wurde die Tatwaffe, ein Brotmesser, sowie die geraubte Handtasche sichergestellt. Der Tatverdächtige soll zuvor eine 46-Jährige im Park bei einer Sitzbank überfallen, den Trageriemen mit dem Messer durchtrennt und die Tasche geraubt haben. Das Opfer wurde durch den Vorfall nicht verletzt.

2Wien 3., Stadtpark

Ein 17-jähriger soll drei Männer, 17, 19 und 22 Jahre alt, um kurz nach 15 Uhr im Stadtpark mit einem Schlagring bedroht und die Herausgabe von Geld und Wertgegenständen gefordert haben. Die Opfer händigten dem Angreifer ihr Bargeld aus. Der Mann sei dann zu Fuß geflüchtet.

Im Zuge der Sofortfahndung gelang es Beamten des Stadtpolizeikommandos Landstraße (Cäsar 1) den Flüchtenden bei einer nahegelegenen U-Bahnstation anzuhalten und festzunehmen. Die Polizisten stellten den Schlagring sowie die Raubbeute sicher. Im Zuge der Amtshandlung ergab sich der Verdacht, dass zwei der Opfer (17 und 19 Jahre) bereits einige Tage zuvor schon einmal von dem Tatverdächtigen mit einem Messer beraubt wurden.

3Wien 18., Ladenburghöhe

Beamte der Stadtpolizeikommanden Döbling und Ottakring wurden um 21:30 Uhr wegen eines flüchtenden Tatverdächtigen nach Straßenraub alarmiert. Die fünf Opfer im Alter von 15 und 16 Jahren gaben an, dass sie von einem anderen Jugendlichen beraubt wurden. Der Tatverdächtige soll sie mit einem Messer bedroht und Bargeld gefordert haben. Die Opfer hätten ihm eine geringe Menge Bargeld und Kopfhörer übergeben, bevor er geflüchtet sei. Drei der Opfer gaben weiters an, dass sie bereits schon einmal am Tag zuvor von dem Tatverdächtigen mit einem Messer beraubt worden sein sollen.

Im Zuge der Sofortfahndung gelang es den Polizisten, mit Unterstützung der Polizeidiensthundeeinheit (PDHE) den Flüchtenden in einer Kleingartensiedlung anzuhalten und festzunehmen. Der Tatverdächtige, ein 17-jähriger österreichischer Staatsbürger, zeigte sich geständig und gab an, dass er das Diebesgut sowie die Tatwaffe zuvor in ein Waldstück geworfen hätte. Der Polizeidiensthund "Rony" des Tasso 3 erschnüffelte die Gegenstände im Zuge eines Stöbereinsatzes.

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