Welt

Messerstecher stürzt nach Attacke in Schlucht

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:10

Die Tat ereignete sich an Weihnachten: In Bramois im Kanton Wallis in der Schweiz fand die Polizei eine tote Person in einem Bachbett sowie drei Verletzte. Bei dem Toten handelt es sich um den mutmaßlichen Täter, wie eine Obduktion nun ergeben hat.

Es handelt sich dabei um einen 32-jährigen Portugiesen, der an psychotischen Störungen mit Wahnvorstellungen litt. Der in Siders geborene Mann war nicht vorbestraft.

Gemäß jetzigem Ermittlungsstand sollen der Mann und sein 33-jähriger Onkel am Morgen des 25. Dezembers den Weg zur Einsiedelei Longeborgne genommen haben. Der Onkel soll den Weg verlassen haben, um eine Felswand auf der rechten Flussseite zu besteigen, als er aus rund 15 Metern auf den Boden stürzte und auf dem Weg liegen blieb.

Onkel am Hals verletzt

Der mutmaßliche Täter hat laut Angaben der Staatsanwaltschaft darauf einen 69-jährigen Mann, der sich zur Einsiedelei begab, mit einem Küchenmesser angegriffen. Danach griff er auch eine 73-jährige Frau an, bevor er den Onkel mit mehreren Messerstichen am Hals verletzte.

Anschliessend ging der mutmaßliche Täter in die Schlucht, durchquerte den Fluss und begab sich auf den Gipfel eines Felsens, von wo er ungefähr 130 Meter in die Tiefe stürzte. Er wurde tot auf dem linken Flussufer gefunden. Ob es sich um einen Suizid handelt oder ob er gestürzt ist, ist unklar.

Der Onkel ist laut Staatsanwaltschaft zwar noch im Spital, aber befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Die 73-jährige Frau konnte das Krankenhaus schon am Donnerstag verlassen. Bereits am Dienstag konnte das dritte Opfer, der 69-jährige Mann entlassen werden. Die Staatsanwaltschaft hat keine Hinweise, dass noch weitere Personen an den Ereignissen beteiligt gewesen sein könnten.

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