Messi-Vertrag ist ausgelaufen – was das nun bedeutet

Lionel Messi
Lionel MessiPicturedesk
Bis Mitternacht warteten Barcelona-Fans auf eine Vollzugsmeldung, doch sie kam nicht. Seit Donnerstag ist Lionel Messi vertragslos. 

7.478 Tage stand der argentinische Superstar ununterbrochen beim FC Barcelona unter Vertrag. Mit 30. Juni, 24 Uhr, lief das Arbeitspapier des 34-Jährigen allerdings aus. Messi ist seit Donnerstag offiziell ablösefrei. Doch was bedeutet das nun? 

Was bedeutet das für Messi?

Auf den ersten Blick nicht viel. Laut FIFA-Statuten durfte der sechsfache Weltfußballer bereits seit Jänner mit anderen Klubs Vertragsgespräche führen. Zuletzt wurde ein Verbleib bei den "Blaugrana" aber immer konkreter. Messi-Vater Jorge hatte zuletzt mit Barca-Präsident Joan Laporta intensivere Gespräche geführt. 

Das einzige Risiko, das "Free Agent" Messi eingeht, besteht im Falle einer schweren Verletzung. Am Samstag trifft der Superstar mit der argentinischen Nationalmannschaft im Rahmen der Copa America auf Ecuador. Verletzt sich der Superstar schwer, könnte Messi plötzlich tatsächlich ohne Klub dastehen. 

Barca darf nicht mit Messi werben

Auch für Barcelona hält sich der Schaden vorerst in Grenzen. Klar ist nur: der Klub darf vorerst nicht mehr mit dem 34-Jährigen werben. Dies gilt auch für Ausrüster Nike, der Messi nicht mehr im "Blaugrana"-Trikot zeigen darf. Sollte es bald zu einer Einigung kommen, wäre dies wohl verkraftbar. Die "Marca" meldete allerdings, dass Sponsoren bereits zögern, vorerst keine Verträge mit dem Klub abschließen wollen. 

Drastischer ist da schon der Image-Schaden für den finanziell schwer angeschlagenen Klub und seinen im März gewählten Präsidenten. Laporta war mit dem Versprechen in den Wahlkampf gegangen, Messi um jeden Preis bei Barca zu behalten. Das ist vor dem Ablauf des Kontrakts nicht gelungen. Doch auch hier gilt: erzielt der Barca-Boss doch noch eine Vertragsverlängerung, kann er sich zum Retter des Klubs aufspielen. 

Messi-Verlängerung so gut wie fix

Und so wird es wohl kommen. Denn in einem sind sich alle katalanischen Medien einig: Messi wird bei Barcelona bleiben. Der Argentinier soll einen Zweijahresvertrag, oder möglicherweise einen Einjahresvertrag plus Option, unterschreiben. Aktuell soll es sich noch an Details spießen. Etwa an der Frage, welche Funktion der Argentinier nach seinem Karriereende beim Klub einnimmt. Außerdem war zuletzt über ein kurzes Gastspiel bei Beckham-Klub Inter Miami in der MLS spekuliert worden. 

Denn für Messi haben sich die Alternativen auch reduziert. Manchester City hat ein Auge auf Harry Kane geworfen, Paris St.-Germain den Poker um den Argentinier bereits aufgegeben. Und auch ein Wechsel nach Amerika kommt für den Superstar jedenfalls zu früh. 

Deshalb rechnet die ganze Fußball-Welt mit einer Verlängerung. Und die wird täglich erwartet. Möglicherweise noch im Laufe der Woche. Mit Messi-Kumpel Sergio Aguero, Holland-Stürmer Memphis Depay und Innenverteidiger Eric Garcia haben die Katalanen bereits drei Verstärkungen geholt, damit auch ein Zeichen in Richtung Messi geschickt. Der hatte schließlich eine konkurrenzfähige Mannschaft gefordert. Und Messi selbst wäre freilich die größte "Verstärkung" für Barcelona. 

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