Wirtschaft

Metaller bekommen 4,2 % mehr Lohn

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:30

14 Stunden wurde verhandelt, um 4 Uhr Früh waren sich Industriellenvertreter und Gewerkschafter in der Wirtschaftskammer-Zentrale in Wien einig. Die 165.000 Arbeiter und Angestellten der Metallindustrie dürfen sich ab 1. November 2011 über eine Lohnerhöhung um 4,2 Prozent freuen, Hilfsarbeiter um bis zu 5,3 Prozent.

Der Industrie kostet der Abschluss rund 300 Millionen Euro. Waren der Einigung bereits Warnstreiks vorausgegangen und stand ein Generalstreik im Raum, präsentierten sich beide Seiten nach den Verhandlungen zufrieden. Christoph Hinteregger sowie Alfred Hintringer auf Arbeitgeberseite und Rainer Wimmer (Pro-Ge) sowie Karl Proyer (GPA) auf Gewerkschaftsseite sprachen von "konstruktiven Gesprächen".

Was ändert sich im Detail?

- Die untersten Beschäftigungsgruppen A und B erhalten um 4,4 Prozent mehr, durch eine Mindestaufzahlung von 80 Euro kommen sie unterm Strich auf ein Lohnplus von 5,3 Prozent.

- Die Gruppen C und D erhalten 4,3 Prozent zusätzlich.

- Die Gruppen E und F können sich über 4,2 Prozent freuen.

- In der Gruppe G steigt der Lohn um 4,0 Prozent.

- Die Topverdiener (H, I, J, K) bekommen 3,8 Prozent mehr.

- Der Mindestlohn für die nächsten zwölf Monate liegt bei 1583 Euro, nach zuletzt 1515 Euro brutto.

- Und: Bei der Elternkarenz wurden bisher zehn Monate für ein Kind für die Gehalts-Vorrückung angerechnet, jetzt 16 Monate.

Während die Metaller ihr Ziel erreicht haben, beginnen die Lohnverhandlungen für die rund 450.000 Handelsangestellten - mehrheitlich Frauen - am Mittwoch. Die Gewerkschaft der Privatangestellten will sich dabei auf die Anrechnungszeiten der Elternkarenz konzentrieren.

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