Wirtschaft

Metaller-KV: Jetzt drohen Kampfmaßnahmen

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:20

Auch in der dritten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag 2017 konnten die Sozialpartner der Maschinen- und Metallwarenindustrie keine Einigung erzielen. Gewerkschafter Wimmer spricht von einer "Pflanzerei". Jetzt drohen Kampfmaßnahmen.

Auch in der dritten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag 2017 konnten die Sozialpartner der Maschinen- und Metallwarenindustrie keine Einigung erzielen. Gewerkschafter Rainer Wimmer spricht von einer "Pflanzerei". Jetzt drohen Kampfmaßnahmen.


Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 180.000 Beschäftigten der Metallindustrie wurden in der Nacht auf 25. Oktober fortgeführt. Nach knapp zehn Stunden gab die Arbeitgeberseite um Mitternacht die Unterbrechung der Verhandlungen bekannt. Es fehle den Gewerkschaften an „Augenmaß, Vernunft und Realitätssinn“.

Gewerkschafter Wimmer kontert die Kritik: "Nach zehn Stunden kein Gegenangebot der Arbeitgeber - das ist eine Pflanzerei". Er kündigte Betriebsversammlungen für Ende November an: "Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp werden den Druck auf die FMMI-Arbeitgeber erhöhen und kündigen regionale BetriebsrätInnenkonferenzen und - wenn notwendig -Betriebsversammlungen an, um über die Vorgangsweise der Arbeitgeber zu informieren."

Sollte es beim nächsten FMMI-Verhandlungstermin am 3. November erneut keine Einigung geben, werden umgehend Betriebsversammlungen einberufen und weitere gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen beschlossen, hieß es.

 

Die Gewerkschaften fordern für die gesamte Metallindustrie weiterhin eine Erhöhung der Mindest- und IST-Löhne bzw. -Gehälter von drei Prozent. Besonders berücksichtigt werden sollen dabei die niedrigen Lohn- und Gehaltsgruppen. Geltungstermin für den neuen Kollektivvertrag ist der 1. November 2016.

Die Gewerkschaften hatten schon im Vorfeld mit Kampfmaßnahmen gedroht, sollte es keine Einigung geben. Bereits nächste Woche könnte es Betriebsversammlungen geben, hieß es gestern zu Beginn der Verhandlungsrunde. Derzeit tagen die Verhandlungsleiter mit den rund 80 Betriebsräten, die zu den KV-Verhandlungen nach Wien gekommen waren.

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