Wirtschaft

Metaller-KV: Jetzt droht Eskalation

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:09

Die Verhandlungen zum Metaller-KV nehmen eine unterwartete Wendung. Die Gewerkschaft will nach Abbrechen der dritten Verhandlungsrunde die Gespräche für alle anderen fünf Metallbranchen aussetzen, wie der Standard berichtet.

Die Verhandlungstermine bis 31. Oktober für Bergbau/Stahl, Gießereien, Fahrzeug- und Nicht-Eisenmetallindustrie wurden abgesagt, nachdem die dritte Lohnrunde der Maschinen/Metallwarenindustrie in der Nacht auf Dienstag abgebrochen worden war.

Bis 3. November gibt es einen Stillstand – nicht nur für den Kollektivvertrag (KV) für rund 120.000 Beschäftigte in Maschinen/Metallwarenindustrie. "Aus Solidarität mit den Arbeitnehmern, weil gar nichts weitergeht", so die Begründung von Metallgewerkschaftschef Rainer Wimmer.

Heute Betriebsrätekonferenzen

Die Weichen sind damit auf Eskalation gestellt. Am Freitag fanden Betriebsrätekonferenzen in allen Bundesländern statt, bei denen Betriebsversammlungen in den Mitgliedsbetrieben beschlossen wurden. Diese finden aber erst nach dem 3. November statt. Rund 1.300 TeilnehmerInnen informierten sich über den Stand der Kollektivvertragsverhandlungen. Sollten auch die nächsten Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen, werden in den FMMI-Betrieben am 7. und 8. November Betriebsversammlungen abgehalten und weitere Maßnahmen beschlossen.

„Der 3. November wird entscheiden, wie stürmisch diese Kollektivvertragsrunde noch werden wird. Es liegt an den Arbeitgebern“, so Rainer Wimmer (PRO-GE) und Rudi Wagner (GPA-djp).

In einer einstimmig beschlossenen Resolution fordern die Betriebsräte „Verhandlungen auf Augenhöhe und einen wertschätzenden Umgang mit den Beschäftigten“. Die Forderung für Lohn- und Gehaltserhöhungen um drei Prozent bleibt weiter aufrecht, denn es waren die Arbeitnehmer, die den wirtschaftlichen Erfolg der Branche erarbeitet haben.

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