Wirtschaft

Metaller-Warnstreiks in 150 Betrieben

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:45

Donnerstag und Freitag machen die Metaller mobil. Am ersten Tag mit Warnstreiks, am zweiten Tag mit befristeten Streiks. Industrievertreter hatten zuvor die Forderung nach einer fünfprozentigen Lohnerhöhung abgelehnt.

Die siebenstündigen Verhandlungen zwischen Industrievertretern und Gewerkschaften brachten kein Ergebnis. 3,65 Prozent Lohnerhöhung und eine Einmalzahlung von 200 Euro waren den Metallern zu wenig. Rund 150 Betriebe der Metallindustrie beteiligen sich an den Warnstreiks nach den unterbrochenen Kollektivverhandlungen. Die Metallergewerkschaft Pro-Ge und die Gewerkschaft der Privatangestellten GPA haben zu Warnstreiks und am Freitag  zu befristeten Arbeitsniederlegungen aufgefordert.

Gewerkschaft schließt Vollstreik nicht aus

"Das ist noch kein Vollstreik, aber ich würde ihn nicht ausschließen", so Chefverhandler Karl Proyer von der Gewerkschaft der Privatangestellten. Die Warnstreiks werden Donnerstag "in ausgewählten Betrieben" abgehalten, am Freitag sollen sie zu "befristeten Streiks" übergehen.

Für Rainer Wimmer, Chefverhandler der Metallergewerkschaft Pro-Ge, entspricht das Angebot der Industrievertreter nicht den Ertragszuwächsen der Industrie. "Wir reden von der Ernte, die eingefahren wurde, und nicht von dem was manche in Zukunft erwarten", erklärte er. Die Industrie verweist dagegen auf die abschwächende Konjunktur.

Die Gewerkschaften hatten für alle Einkommensschichten 5,5 Prozent gefordert und sich in den Verhandlungen "nicht bewegt", erklärte Industrie-Chefverhandler Christoph Hinteregger.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen