Darauf hat Österreich lange gewartet: Am Montag ist erstmals seit dem 19. Juli wieder im gesamten Land Regen in Sicht. Eine nachhaltige Entspannung der anhaltenden Trockenheit bringt der Wetterwechsel allerdings nicht.
Der Grund: Die Niederschläge verteilen sich sehr unterschiedlich. Durch eingelagerte Gewitter kann es an manchen Orten innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen geben, während andernorts deutlich weniger fällt.
Bereits zu Beginn des Montags ziehen von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich Regenschauer durch. Stellenweise sind schon in den Morgenstunden Gewitter dabei. Im Laufe des Tages erfassen Schauer und Gewitter schließlich ganz Österreich. Die Sonne schafft es nur noch zeitweise durch die Wolken.
Doch wie kräftig werden die Gewitter wirklich und wo ist es am gefährlichsten? "Heute" wollte es genau wissen und fragte bei UBIMET-Experten Konstantin Brandes nach. Und der Meteorologe warnt nicht nur etwa vor Tornados, sondern kündigt auch heftige Gewitter in Wien an.
Konstantin Brandes: Aktuell bestehen einerseits Regenwarnungen von Vorarlberg bis zum Salzkammergut, hier sind heute in Summe 30-50 l/m² möglich (zum Teil mit Gewittern). Des Weiteren gibt es Gewittervorwarnungen — und die im gesamten Land. Mit den Gewittern kann es heute schütten, zu Böen zwischen 60 und 80 km/h kommen und auch kleinerer Hagel von 1-zwei Zentimeter ist möglich.
Gewitter sind heute praktisch landesweit möglich, die kräftigsten Zellen erwarten wir in den kommenden Stunden in etwa von Salzburg und Lienz ostwärts.
Ganz ausgeschlossen sind diese heute nicht, v.a. in Oberösterreich. Die Wahrscheinlichkeit ist hierfür aber recht gering. Am Bodensee kann man mit etwas Glück eine sog. Wasserhose beobachten, also einen kleinen Tornado über offenem Wasser.
Auch in Wien ist am Nachmittag/Abend die Gewitterneigung erhöht, etwa zwischen 15:00 und 20:00 Uhr kann es auch in der Bundeshauptstadt krachen. Unwetter drohen aber nicht, viel mehr handelt es sich um den dringend benötigten Regen.
Der Grund für den Umschwung ist die Kaltfront von Tief MARGARETE mit Kern über dem Nordosten Europas. Diese Front verdrängt die extreme Hitze auf den Balkan, die Folge sind teils kräftige Gewitter.
Am Sonntag gab es ja noch fast 38 Grad in Wien-Stammersdorf, auch sonst im östlichen Flachland um oder über 35 Grad. Davon ist heute keine Spur mehr, es hat bereits um 5 bis 10 Grad abgekühlt. Morgen wird dann einer der "kühlsten" Tage seit Längerem mit Höchstwerten von 17 bis 27 Grad. Bereits ab Mittwoch gibt es dann von Unterkärnten bis ins Weinviertel abermals 30-33 Grad.