Szene

Miami lockt Kunst-Fans

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:14

Mit der Eröffnung der Art Basel Miami Beach ist der seit Jahren wichtigsten Kunstmesse der Welt, der Art Basel, 2002 ein Coup geglückt. Denn allzu gerne pilgert der Kunst-Jetset im kühlen, grauen nordamerikanischen und europäischen Winter ins karibisch-warme Miami und genießt unter Palmen coole Partys, Cocktails, Pools und natürlich Topkunst.

Die heiß begehrte und selektive Teilnahme an der Messe gleicht einem Ritterschlag in der feinen Kunstwelt. Internationale Spitzengalerien zeigen und verkaufen Kunststars aus aller Welt zu Preisen in Millionenhöhe (etwa Glenn Brown um zwei Millionen Euro oder Damien Hirst um insgesamt gut acht Millionen Euro bei Gagosian). Zu den VIP-Eröffnungen geben sich die finanzkräftigsten Sammler der Welt, aber auch Stars wie Leonardo DiCaprio und Beyoncé die Ehre.

Kein Wunder, dass mehr als 20 andere Messen, einige mit junger, preiswerterer Kunst, aus dem Boden schossen und Miami im Dezember jeden Jahres mit einem unübersehbaren Angebot zum Mekka der Kunstwelt machen. Nach Miami folgt nun auch Hongkong als Antwort der Messe Basel auf die wachsende Globalisierung der Kunstmärkte. Bemerkenswert: die starke Präsenz österreichischer Galerien, allein sechs auf der Art Basel Miami Beach.

Allen voran die Grande Dame der österreichischen Galerienszene Ursula Krinzinger, die schon früh verstanden hat, dass internationale Präsenz das Um und Auf für Österreichs Kunst ist. Als Teilnehmerin an den wichtigsten internationalen Messen und als unermüdliche Vielreisende in Sachen Kunst leistet sie weiterhin Pionierarbeit. Ebenfalls mit grandioser Kunst punkten u.a. Stargalerist Ropac sowie der tüchtige Newcomer Emanuel Layr.

Ernst Hilger, der gerade eine Galerie in Jersey City eröffnete, präsentiert in Bestlage. Österreichs Galeristen beweisen mit Künstlern wie Erwin Wurm und Franz Graf, dass sie die wichtigsten Botschafter österreichischer Kunst sind. Hoch lebe die Kunst.

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