Michael Häupl stellt sich der Wiederwahl

Bild: Sabine Hertel

Insider sahen den Wiener Bürgermeister und SP-Chef schon angezählt, aber Totgesagte leben bekanntlich länger: Nun kündigte Michael Häupl an, sich am 29. April erneut der Wahl zum Landesparteivorsitzenden zu stellen. Michael Ludwig, als Nachfolgekandidat gehandelt, will nicht in eine Kampfabstimmung gehen.

Seit 1993 ist Michael Häupl Landesparteivorsitzender der Wiener SPÖ - ein Posten, den der Wiener Bürgermeister bis auf Weiteres nicht abtreten will. Kritiker hatten sich gewünscht, dass Häupl sich den Abtritt von Niederösterreichs mächtigem VP-Landeschef Erwin Pröll zum Vorbild nimmt und ebenfalls das Handtuch wirft.  Am Montag kündigte Häupl aber an, sich am Parteikonvent am 29. April der Wiederwahl zu stellen. 

Im vergangenen Jahr hatten Streit und Flügelkämpfe die Wiener SPÖ zerrüttelt. Beobachter erwarteten einen Machtwechsel in der Partei. Die "Presse" prophezeihte "Das glanzlose Ende der Ära Michael Häupl", der Kurier berichtete "Michael Häupl vor dem Abgang". Wohnbau-Stadtrat Michael Ludwig wurde als aussichtsreichster Nachfolgekandidat gehandelt. Gegenüber dem ORF-Radio verkündete dieser nun, nicht in eine Kampfabstimmung zu gehen. Auch Häupl antwortete, auf diese Möglichkeit angesprochen, diese Frage "wird sich nicht stellen". 

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