Microsoft baut im deutschen Bedburg ein gewaltiges Rechenzentrum. Der Standort in Nordrhein-Westfalen soll im Endausbau bis zu 520 Megawatt Strom verbrauchen können.
Für die Stromversorgung muss der Netzbetreiber Westnetz das Umspannwerk Bedburg umbauen und neue 110-Kilovolt-Leitungen legen.
Wie heise.de berichtet, stößt der Microsoft-Azure-Cluster damit in ähnliche Dimensionen vor wie andere Großprojekte weltweit.
Zum Vergleich: Der bisher größte deutsche Standort für Rechenzentren ist der Raum Frankfurt am Main. Dort sind nach Schätzungen derzeit Rechenzentren mit einer Gesamtleistung von etwas mehr als 1,1 Gigawatt in Betrieb.
Bisher gibt es in Deutschland allerdings keine vergleichbar große Nachfrage nach KI-Rechenleistung. Anders als in den USA fehlen hier Tech-Giganten wie Meta, Google oder Apple, die Milliarden Nutzer bedienen.
Cloud-Hyperscaler wie Amazon AWS, Microsoft Azure und Google Cloud betreiben ihre eigenen Server in den Hallen. Der Großteil ihrer Investitionen fließt daher an Hardware-Hersteller wie Nvidia, Dell oder Intel.