Schwerer Betrugsfall im Bezirk Baden: Am 1. März erhielt ein 83-Jähriger einen Anruf von einem Unbekannten. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter des Technologieunternehmens Microsoft aus.
Der falsche Software-Mitarbeiter teilte dem Senior mit, dass dessen PC schadhafte Nachrichten verbreiten würde. Er verwickelte den gutgläubigen Niederösterreicher in ein Gespräch, ließ ihn dann über die Software "anydesk" auf dessen PC zugreifen.
Nun ging es ans Eingemachte: Im Gespräch konnte der Anrufer das Opfer überzeugen, "Probeüberweisungen" zu tätigen. Über das Internetbanking "George" bei der Erste Bank vom Konto des Geschädigten wurden im Zuge des über mehr als zwei Stunden dauernden Gesprächs insgesamt 31 Überweisungen von dem Internet-Betrüger getätigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf knapp über 96.000 Euro. Das Opfer konnte nur noch Anzeige erstatten.
Die Polizei bittet um erhöhte Vorsicht, auch der "Polizeitrick" kam in den letzten Tagen in Baden erneut zur Anwendung - hier blieb es aber beim Versuch. Beim Kautions- oder Polizeitrick ersucht die Exekutive auch in einem anderen Fall um Hinweise - mehr dazu hier.