Microsoft muss heute Browser-Wahl freigeben

Das Duell lautete bislang Internet Explorer vs Firefox. Aus dem Zweikampf könnte schon bald eine Massenschlägerei um die Vorherrschaft in der Browserlandschaft entstehen. Denn ab heute ist Microsoft gezwungen, neben dem Hauseigenen IE elf weitere Surfprogramme anzubieten.

Bislang bekamen Microsoft-Benutzer bei der Installation des Betriebssystems Windows gleich den dazugehörigen Internet-Browser Explorer mitgeliefert - ohne groß gefragt zu werden. Dass es zu diesem Surfprogramm zahlreiche Alternativen gibt, blieb vielen Internet-Usern verborgen.

Das stieß der EU-Kommission sauer auf, sie sah einen wettbewerbswidrigen Vorteil für das Unternehmen. Seit 1994 musste Microsoft aus diesem Grund bereits 1,6 Milliarden Bußgeld zahlen. Nun wurde entschieden, dass Microsoft in Zukunft neben dem Explorer auch andere Browser als Alternative anbieten muss.

Qual der Wahl

Diese Verordnung wird in Österreich seit heute umgesetzt. Computer, die lediglich den Internet Explorer installiert haben, werden beim nächsten Aufrufen des Programms gefragt, ob sie einen anderen Browser wählen möchten. Zur Auswahl stehen zwölf verschiedene Surfprogramme.

Neben den mehr oder weniger bekannten Webbrowsern Opera, Safari, Firefox, Internet Explorer und Google Chrome werden sieben Exoten vorgeschlagen.

Profitiert Google?

Vor allem Opera, das die entsprechende Beschwerde bei der EU eingebracht hatte, als auch Google Chrome, das auf den Faktor Bekanntheitsgrad setzt, hoffen nun auf ein breiteres Publikum.

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