Microsoft räumt in Memo Surface-Probleme ein

Die Konsumentenorganisation Consumer Reports stellte Microsoft ein miserables Zeugnis aus. Nun wurde ein internes Dokument über die Probleme publik.

Zu hohe Ausfallraten, signifikant unzuverlässig und anfällig für Defekte: Die Testberichte diverser Konsumentenorganisationen zu den Surface-Laptops und -Tablets von Microsoft stellen dem Konzern ein schlechtes Zeugnis aus. Als "klebstoffgefüllte Monstrosität" bezeichneten die Reparaturspezialisten von iFixit das Gerät. "Nicht empfehlenswert" hieß es auch vonseiten der weltweit größten Konsumentenorganisation Consumer Reports.

Bei Consumer Reports macht Microsoft insgesamt keine gute Figur mit seinen Produkten. Für das Microsoft-Surface-Book, den Surface-Laptop und das Surface-Pro-Tablet errechnete die Verbraucherorganisation eine wahrscheinliche Fehleranfälligkeit von 25 Prozent innerhalb von zwei Jahren nach Kauf. Damit würde jeder vierte Surface-Nutzer innerhalb relativ kurzer Zeit vor Problemen stehen.

Dementi und internes Memo

Microsoft wies die Kritik von Consumer Reports in einem offiziellen Statement unverzüglich zurück und verwies auf eine hohe Kundenzufriedenheit. Ein inzwischen aufgetauchtes Memo von Microsoft zeigt nun, wo die Probleme bei der Surface-Hardware lagen und was in Zukunft passieren soll. Veröffentlicht hat es der Tech-Blogger Paul Thurrott auf seiner Website.

Daraus geht hervor, dass Microsoft vor allem Ende 2015 beim Surface Book und Surface Pro 4 mit Rücklaufquoten von 15 respektive 17 Prozent zu kämpfen hatte. Microsoft benötigte hier offenbar einige Zeit, um passende Lösungen anzubieten und die Quote auf unter zehn Prozent zu drücken. Diesen Verbesserungen würden in der Analyse von Consumer Reports zu wenig Beachtung geschenkt, heißt es im Memo. Inzwischen hält Microsoft die Probleme jedoch für behoben und ist zuversichtlich, dass sie auch in Zukunft nicht mehr auftauchen. (hau)

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