Sie geben nicht auf! Trick-Betrüger versuchen weiter PC-Nutzer um ihr Geld zu bringen. Derzeitiger Stand: fünf neue Fälle – allein Montagvormittag.
"Zum Glück ist bei den aktuellen Fällen kein Geld geflossen", so Gerald Sakoparnig, Ermittler beim LKA OÖ gegenüber "Heute". Seit Wochen treiben Internet-Betrüger in Oberösterreich ihr Unwesen. Unbekannte geben sich am Telefon als Mitarbeiter des Softwarekonzerns Microsoft aus.
Ihre Masche: Sie erklären den Zuhörern am anderen Ende, dass sie eine Schadenssoftware am PC hätten oder es ein Problem mit dem Computer-Update gibt. Ein Mitarbeiter müsse das per Fernzugriff beheben, dazu sei die Installation eines Fernwartungsprogramms nötig. "Gearbeitet wird mit 'TeamViewer', erklärt Sakoparnig im "Heute"-Gespräch.
Haben die Betrüger sich so erstmal die Kontrolle über den PC verschafft, versuchen sie ihren Opfern die Zugangsdaten ihres Onlinebanking Programms und den dazugehörigen Handy-TANs zu entlocken, um damit Geld vom Konto überweisen zu können. Zwei Oberösterreicher wurden bislang geschädigt. Der Schaden rund 10.000 Euro.
Nachdem "Heute" über die dreiste Betrugsmasche berichtete gehen beim Landeskriminalamt immer mehr Fälle dieser Betrugs-Masche ein. Fünf Personen – vier aus Linz und eine aus Freistadt – meldeten sich bisher beim LKA. Und das allein Montagvormittag! In allen Fällen wurde Englisch gesprochen.
"Nachdem zwei der Opfer kein Englisch verstehen, legten sie auf und meldeten anschließend den Vorfall. Aufgrund der medialen Berichterstattung der letzten Tage sind die Menschen zum Glück sensibilisierter und misstrauischer geworden", sagt Sakoparnig zu "Heute".
Noch gibt es keine Hinweise darauf, woher die Täter stammen. Die Ermittlungen laufen. "Die Spur führt aber ins Ausland".
Der Microsoft-Trick ist nicht die einzige derzeit kursierende Betrugs-Masche. Auch der Neffen- und Kautionstrick hält das LKA auf Trab.
(cru)