Erschwerend komme noch die Preiserhöhungen bei den Betriebskosten hinzu, so die Arbeiterkammer OÖ. Dafür verantwortlich seien vor allem die Energiekosten. So ist der österreichische Strompreisindex seit April 2021 um 163 Prozent gestiegen.
Noch extremer präsentiert sich der Gaspreisindex, der seit März 2021 um 455 Prozent hochgeschnellt ist.
„"Die enormen Preiserhöhungen belasten fast alle Menschen, besonders aber jene mit geringem Einkommen. Deshalb ist es höchste Zeit, dass die Wohnbeihilfe massiv erhöht und der Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich ausgeweitet wird", so AKOÖ-Präsident Andreas Stangl.“
Die AK fordert deshalb eine Reform der Wohnbeihilfe, "um das Grundbedürfnis Wohnen wieder leistbar zu machen", so Stangl. Konkret fordert die Arbeiterkammer unter anderem:
Gelingen soll das durch eine Anhebung des maximal anrechenbaren Wohnaufwands von 3,7 auf fünf Euro pro Quadratmeter.
Auch dürfen Mieter mit Kosten über sieben Euro pro Quadratmeter nicht mehr von der Wohnbeihilfe ausgeschlossen werden.
Unterhaltsleistungen und Waisenrenten sollten nicht mehr als anrechenbares Einkommen gewertet werden, um den Zugang für Alleinerziehende zu verbessern. Zugangshürden für Menschen aus Nicht-EWR-Ländern sollen beseitigt werden.