Wirtschaft

Mieten steigen stark, aber Inflationsrate bleibt gleich

Die Inflationsrate lag im Juni unverändert bei 1,9 Prozent und damit im EU-Spitzenfeld. Teurer wurden Mieten, Nahrungsmittel und Gastronomie.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:48

Wichtigster Preistreiber war laut Angaben der Statistik Austria vom Montag die Kategorie „Bewirtungsdienstleistungen", gefolgt von Mieten und Nahrungsmitteln. Der Spritpreis spielte kaum eine Rolle und stieg im Vergleich zum Mai nur um 0,5 Prozent.

„Bewirtungsdienstleistungen", Nahrungsmittel und Mieten ausgenommen, hätte die Inflation nur 1,1 Prozent betragen. Doch die Wohnungsmieten verteuerten sich um 4,2 Prozent und damit stärker als im Mai mit 3,8 Prozent.

AK fordert Mietrechtsreform

„Leider ist eine Mietrechtsreform auf der Strecke geblieben", klagte deshalb AK-Präsident Rudi Kaske. Die neue Regierung müsse ein neues Mietrecht ganz oben auf ihre Agenda setzen und endlich die Mieterinnen und Mieter entlasten, so Kaske.

Österreich klar über EU-Durchschnitt



Nach der Berechnungsmethode der EU lag Österreichs Inflationsrate im Juni bei 2 Prozent und damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 1,4 Prozent. Die EU-Inflationsrate selbst war sogar um 0,2 Prozent gesunken.

Der Geldwertverlust im Euroraum wiederum lag im Juni 2017 bei 1,3 Prozent, gegenüber 1,4 Prozent im Mai. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht. Als Inflationsrate wird die durchschnittliche Preisentwicklung im Zwölfmonatsabstand bezeichnet.

(GP)

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