Immer mehr Auflagen erteilt der Denkmalschutz bei den großen GWG-Wohnanlagen aus den 1940er-Jahren in Linz-Urfahr: Nach der Original-Restaurierung der Fassaden sollen nun gar Holzfenster verbaut werden. Die Kosten steigen um bis zu 40 Prozent, kritisiert GWG-Aufsichtsratschef und Vizebürgermeister Klaus Luger (SPÖ).
Zur Kasse gebeten würden schlussendlich die Mieter, denn der Erhaltungsbeitrag wird bei der kostspieligen Sanierung massiv ansteigen. Bedroht sind Hunderte Bewohner der Hitler-Bauten in Harbach auf beiden Seiten der Leonfeldner Straße. Wir dürfen nur einen acht Zentimeter dicken Wärmeschutz aufbringen. Der Stuck muss bleiben. Weiters soll alles mit Original-Farbe und -Material gemacht werden, zählt Luger auf. Die Arbeiten seien großteils Maßanfertigungen, die die Kosten um bis zu 40 Prozent hochschnellen lassen.
Kurios: In Zeiten des Energiesparens sollen laut Denkmalschutz Holzfenster eingebaut werden. Dadurch erreichen wir nicht jene guten Dämmwerte, die für eine Landeswohnbauförderung notwenig sind, erklärt der GWG-Aufsichtsratschef. Luger will nun mit dem Denkmalamt einen Kompromiss ausverhandeln.