Migration, teurer Diesel – Doskozil attackiert Grüne

Landeschef Hans Peter Doskozil startet im neuen Jahr in den Intensivwahlkampf, präsentierte seine letzte Plakatwelle und meint: Die Wahl im Burgenland habe Symbolcharakter für die Zukunft der SPÖ.

"Burgenland pur" und "Wer Dosko will, wählt Doskozil" steht auf den neuesten Wahlsujets von Hans Peter Doskozil. Es ist dies die letzte Plakatwelle, die der Amtsinhaber vor der burgenländischen Landtagswahl am 26.1.2020 affichiert. Sein Slogan unterstreicht gleich zwei Dinge: Doskozil will im Burgenland seinen eigenen Weg gehen und positioniert die Roten in seinem Heimatbundesland auch ganz anders als auf Bundesebene. Zudem setzt er voll auf einen Persönlichkeitswahlkampf und fordert die Landsleute auf, seine "Liste Doskozil – SPÖ Burgenland" anzukreuzen.

Mit diesem Plakat kämpft Doskozil um Stimmen (Bild: SPÖ)

Angst vor Regierung wegen Asyl und Diesel

Eine "Richtungswahl" sei der Urnengang im kleinsten Bundesland Österreichs, meint der 49-Jährige. "Jede Stimme für mich", sagte Hans Peter Doskozil der "Kronen Zeitung" (Feiertagsausgabe), "ist auch eine Stimme für einen neuen pragmatischeren Kurs der SPÖ auf Bundesebene". Auch mit der künftigen türkis-grünen Bundesregierung ging er gleich einmal hart ins Gericht. "Die Grünen wollen eine kilometerbezogene Maut und eine Verteuerung von Diesel und Benzin – eine Horrorvorstellung für das Burgenland und seine Pendler, da werde ich nicht tatenlos zusehen", kündigte Doskozil in der "Krone" an. Auch in der Migrationsfrage befürchtet der Sozialdemokrat künftig eine legerere Politik: "Schon unter Türkis-Blau gab es hier hauptsächlich Showmaßnahmen, wie will Sebastian Kurz da mit den Grünen als Koalitonspartner effektiver werden?"

Umfragen sagen Sieg voraus

Hans Peter Doskozil hat nach der Amtsübernahme von Hans Niessl im letzten Februar nun seine erste Landtagswahl zu schlagen. 2015 kam die SPÖ in einer ihrer letzten drei Bastionen auf 42 Prozent der Stimme – am Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Umfragen sehen "Dosko" derzeit zwischen 41 und 43 Prozent, rund zehn Prozentpunkte vor den Türkisen, die die SPÖ bei EU- und Nationalratswahl erstmals im Pannonischen überflügelt hatten. Seinen bisherigen Koalitionspartner, die FPÖ, sehen die Meinungsforscher derzeit bei zehn Prozent, das wären knapp fünf Prozent weniger als vor fünf Jahren.

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