Mikl-Leitner: "Mir tun die Menschen leid"

Nach neun Monaten endet der Protest der Servitenkloster- Flüchtlinge dramatisch - wohl alle werden abgeschoben. Innenministerin Mikl-Leitner über Asylpolitik, Pakistan, Gefühle.

Nach neun Monaten endet der . Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im "Heute"-Interview über Asylpolitik, Pakistan, Gefühle.

Mögen Sie keine Pakistani? Österreich hat eine Anerkennungsquote von 1,5, Deutschland 25 %?

Mikl-Leitner: "Die Pakistani in Deutschland kommen fast alle aus einer bedrohten Region im Norden – anders als bei uns. Darum ist das nicht vergleichbar."

Hat der neunmonatige Protest, der nun zu Ende geht, Ihre Politik geprägt?

Mikl-Leitner: "Ich will den Blick für einzelne Schicksale behalten. Aber natürlich gilt weiterhin: Ich muss in erster Linie Urteile umsetzen, sonst leben wir in einem Willkürstaat."

Tun Ihnen die Menschen, die Sie abschieben, denn persönlich leid?

Mikl-Leitner: "Ja, mich macht jede Außerlandesbringung betroffen. In erster Linie tut mir aber weh, dass den Flüchtlingen von vielen Hoffnungen gemacht wurden, die nicht erfüllbar sind - etwa die Änderung des Asylrechts. Es ist traurig, dass es so weit kommen musste."

Muss das Asylsystem nachjustiert werden?

Mikl-Leitner: "Ich wünsche mir, dass auch unsere Nachbarstaaten Bedingungen verbessern. Die EU soll weiterhin an einem gemeinsamen System arbeiten."

Wollen Sie Innenministerin bleiben?

Mikl-Leitner: "Ja, ich bin das mit Leib und Seele!"

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