Wegen Vergewaltigung einer 21-jährigen Patientin in einem Salzburger Krankenhaus ist ein 55-jähriger Mann am Mittwoch am Landesgericht Salzburg zu 14 Monaten bedingte Haft rechtskräftig verurteilt worden. Der Angeklagte hatte ein volles Geständnis abgelegt.
Er ging der Frau aus dem Pongau am 5. Mai 2012 in die Damentoilette des Spitals nach, drängte sie in eine Kabine und nötigte sie zur Duldung des Beischlafes. Der Beschuldigte wurde damals wegen eines Nieren- und Herzleidens in dem Spital ambulant betreut. Die 21-Jährige befand sich hingegen in stationärer Behandlung. Sie leidet an psychischen Problemen und gilt als geistig minder bemittelt.
Der 55-Jährige kam mit der Frau auf dem Krankenhausgelände ins Gespräch, sie rauchten eine Zigarette und tranken Kaffee. Danach spürte er ihr auf die Toilette nach und vergewaltigte sie. Mildernd wertete der Schöffensenat die Unbescholtenheit des Angeklagten, das Geständnis sowie seinen geistigen und körperlichen Zustand zum Tatzeitpunkt.