Ein blutiger Streit zwischen einem 14-jährigen Schüler, der einen 18-jährigen Bekannten lebensgefährlich verletzt hatte, fand in Wien ein mildtätige Richterin.
Abgespielt hat sich der blutige Fight unter den Jugendlichen im Februar am Kardinal-Nagl-Platz (Landstrasse). Der Sachverhalt: Ein 14-jähriger Schüler geht im Streit um ein Mädchen auf einen 18-Jährigen los und sticht ihn mit einem Messer, das er in der Schultasche hatte, in den Oberkörper.
Attacke mit Schlagstock
Anlass: Der 19-jährige Cousin des 14-Jährigen – "er ist für mich wie ein Bruder" – wurde vom späteren Opfer mit einem Schlagstock attackiert, worauf der Bursch zustach. In der Folge bemerkte der Verletzte Blut auf seinem Gewand und holte seinerseits einen 19-jährigen Freund zu Hilfe.
Verletzte Rippe und Lunge
Beim erneuten Handgemenge stach der 14-Jährige noch einmal zu, diesmal wurden eine Rippe und das Lungengewebe des Gegenübers verletzt. Die Richterin zum Haupttäter: "Lassen Sie bitte in Zukunft das Messer weg!" Und der wiederum entschuldigend: "Ich habe nur zugestochen, damit sie aufhören, zu Raufen."
Haupttäter war Klassensprecher
Urteil: 15 Monate Haft für den nunmehr 15Jährigen, fünf Monate bedingt für den Cousin, zwei Monate bedingt für den Kombattanten mit dem Schlagstock. Der Ersttäter war übrigens Sprecher seiner Klasse in einer Neuen Mittelschule.
(wapo)