Zahlreiche Wiener wunderten sich am Dienstagnachmittag, als sie einen Militärhubschrauber im Westen Wiens am Himmel erblickten. Ein "Heute"-Leserreporter zuckte sofort sein Handy und machte einen Schnappschuss von der seltenen Sichtung.
Doch was hatte es mit dem Flug auf sich? "Heute" fragte beim Bundesheer nach. Pressesprecher Brigadier Michael Bauer konnte rasch Entwarnung geben: "Es handelt sich um Ausbildungsflüge für Piloten." Dabei werden sogenannte Orientierungsflüge absolviert – deshalb kommt es aktuell zu vermehrten Sichtungen über der Bundeshauptstadt.
Beim Hubschrauber handelt es sich um den modernen AW169 "Lion", ein Modell aus italienischer Produktion. Insgesamt bekommt das Bundesheer 36 Stück, bisher wurden elf Helikopter ausgeliefert. Sie sind erst seit wenigen Jahren im Einsatz.
Der leistungsstarke Heli ist vor allem für Einsätze im Gebirge ausgelegt und hat auch in großen Höhen genügend Power. Die maximale Reichweite des "Lions" beträgt 816 Kilometer und die Höchstgeschwindigkeit 283 km/h.
Dank des geräumigen Innenraums kann sogar eine Person isoliert transportiert werden. Außerdem kann der AW169 deutlich mehr Wasser aufnehmen als die alte "Alouette" III und ist bei kleineren Einsätzen günstiger als ein Black Hawk.