Ukraine-Krieg

Militärstratege verrät Putins neuen Kriegs-Geheimplan

Der Ukraine steht im Krieg gegen Aggressor Russland immer weniger Munition zur Verfügung. Was das für das Land bedeutet, analysiert ein Experte.
Newsdesk Heute
04.01.2024, 22:17
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Während der Ukraine langsam aber sicher die Munition ausgeht, bekommt das Waffen-strotzende Russland nun sogar weiteren Nachschub. Russland hat nach Angaben der US-Regierung Raketen aus Nordkorea im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, sagte am Donnerstag im Weißen Haus, nach US-Informationen habe Pjöngjang kürzlich ballistische Raketenwerfer und mehrere ballistische Raketen an Moskau geliefert. Über den Jahreswechsel hätten russische Streitkräfte mehrere dieser Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Hunderte Raketen und Drohnen gingen seit Weihnachten auf die Ukraine nieder, diese wiederum versucht, mit der Zerstörung von Radarsystemen Nadelstiche gegen Wladimir Putin zu setzen.

Was bedeutet die Munitionsknappheit für die Ukraine? Das analysierte am späten Donnerstagabend der Militärstratege Gustav Gressel in der "ZIB2" bei ORF-Moderator Martin Thür. Russland hat die Taktik gewechselt", so Gressel, statt alle paar Tage eine kleine Angriffswelle zu fahren, gebe es nun massive Angriffe direkt hintereinander. Die Chance, dass einzelne Raketen durchkommen, sei so viel größer, so der Experte. Mit solchen Raketen greift man Ziele in der Tiefe an", so Gressel, verwunderlich sei aber, dass zivile Ziele wie Wohnhäuser und Krankenhäuser mit diesen Raketen angegriffen werden. Ein erheblicher Teil gelte der Ermattung der Fliegerabwehr, so Gressel.

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"Das hat schon in der Vergangenheit nicht funktioniert"

Es werde aber auch oft bewusst gewählt, zivile Ziele zu attackieren, dass man damit den Feind mürbe mache, habe aber bereits in der Vergangenheit nicht funktioniert. Der Abwehrwille einer Bevölkerung, die unter einem Bombenhagel stehe, steige eher, so Gressel. Die Munitionsknappheit wiederum bedeute für die Ukraine, dass man dringend Nachschub brauche, den es selbst bei einem Willen zu Lieferung nur im überschaubaren Maße in Europa gebe. Russland wiederum, das Munition und Nachschub aus dem Iran und Nordkorea bekomme, bedeute für Wladimir Putin, dass er an Kriegsmaterial komme, zu dem er sonst keinen Zugang mehr hätte.

Der Experte sprach gar von einem "Kooperationsnetzwerk", das da am Laufen sei. Die Russen haben viele Einsatzverfahren der Ukrainer kopiert, vom Drohnenkrieg der Ukrainer gelernt", so der Experte dazu, warum die groß angekündigte ukrainische Gegenoffensive nicht die großen Erfolge gebracht habe. Die Offensive sei zudem zu spät angelaufen, weil es Nachschubprobleme gegeben habe. Das habe den Russen Zeit gegeben, ihre Militärtaktik umzustellen. Die Lehre habe man erst "blutig machen müssen", so der Experte. Und jetzt? Keine der beiden Seiten könne derzeit einen Durchbruch erzielen, dafür würden vor allem Drohnen-Angriffe und -Aufklärungen sorgen.

Ukraine und Russland tauschen wieder Gefangene aus

Indes haben die Ukraine und Russland haben nach mehreren Monaten Pause wieder Gefangene ausgetauscht. "Unsere sind zu Hause", schrieb Präsident Wolodimir Selenski am Mittwoch in sozialen Netzwerken. Es habe sich dabei um Soldaten und Zivilisten gehandelt. Der zuständige Koordinierungsstab sprach vom größten Gefangenenaustausch seit dem russischen Einmarsch vor über 22 Monaten. Demnach seien 230 Männer und Frauen freigelassen worden. Unter den Soldaten seien auch Verteidiger der Hafenstadt Mariupol und der Schlangeninsel gewesen. Nach Moskauer Angaben kehrten 248 Russen aus ukrainischer Gefangenschaft zurück.

"Wir denken an alle Ukrainer, die in russischer Gefangenschaft sind", sagte Selenski in seiner abendlichen Videoansprache. "Es gab eine lange Pause beim Austausch, aber es gab keine Pause bei Verhandlungen über einen Austausch." Er sei froh, dass es gelungen sei, die Blockade zu überwinden. Die Ukraine werde sich weiter für die Rückkehr ihrer Bürger und Bürgerinnen einsetzen. An der Organisation des Austausches waren demnach die Vereinigten Arabischen Emirate und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz beteiligt. Zuletzt hatte es im Juli vergangenen Jahres einen Austausch gegeben. Die Ukraine habe während des Krieges bereits 2828 ihrer Bürger aus russischer Gefangenschaft zurückgeholt, sagte der Sprecher des Militärgeheimdienstes HUR, Andryj Jussow. Nach Kiewer Angaben sollen sich über 4.000 Ukrainer noch in russischer Gefangenschaft befinden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 04.01.2024, 22:43, 04.01.2024, 22:17
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