Studie zeigt Potenzial

Milliarden sparen mit klugem Stromverbrauch

Nicht weniger Strom verbrauchen, sondern zur richtigen Zeit: Laut einer Modellrechnung könnten Haushalte so Milliarden sparen.
Technik Heute
25.09.2026, 20:24
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Eine neue Studie von E.ON und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft zeigt ein enormes Sparpotenzial: Würden Haushalte ihren Stromverbrauch zeitlich verlagern, könnten sie jährlich bis zu 1,65 Milliarden Euro einsparen - ohne dabei weniger Energie zu verbrauchen.

Der Trick ist einfach: Der Börsenstrompreis schwankt im Tagesverlauf. Am Morgen und frühen Abend ist Strom teuer, mittags und nachts günstiger. Wer Waschmaschine, Trockner oder Geschirrspüler dann laufen lässt, wenn viel Wind- und Solarstrom im Netz ist, zahlt weniger.

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Nach Angaben von heise online liegt das theoretische Flexibilitätspotenzial für 2026 bei 18,3 Terawattstunden. Knapp die Hälfte davon entfällt auf klassische Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Trockner und Spülmaschinen. Rund 96 Millionen solcher Geräte stehen in deutschen Haushalten.

Smart Meter als Voraussetzung

Das Problem: In den meisten Häusern sind noch analoge Stromzähler installiert, die nur die Menge des verbrauchten Stroms erfassen - nicht aber die Tageszeit. Damit fehlt auch der Anreiz, Haushaltsgeräte zu günstigen Zeiten anzuschalten.

Voraussetzung für das Sparen ist ein Smart Meter - ein intelligenter Stromzähler, der den Verbrauch in Echtzeit erfasst. Deutschland hinkt hier anderen Ländern wie Italien, den Niederlanden oder Skandinavien hinterher.

Auch für die Umwelt ein Gewinn

Neben dem finanziellen Vorteil bringt die flexible Stromnutzung auch Umwelteffekte: Rund eine Million Tonnen CO2 pro Jahr könnten eingespart werden. Der Grund: Wenn viel Ökostrom ins Netz fließt, ist der CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde gering.

Bis 2031 soll sich das Einsparpotenzial auf 34 Terawattstunden erhöhen. Dann werden vor allem Heimspeicher die größte Rolle spielen und klassische Haushaltsgeräte als größten Einzelposten ablösen.

tec,25.09.2026, 20:24